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US-Vertreter noch im Jänner zu Ukraine-Gesprächen bei Putin

Heute, 09:58 · Lesedauer 2 min

Der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, planen einem Medienbericht zufolge eine Reise nach Moskau für ein Treffen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin. Die Begegnung könne noch in diesem Monat stattfinden, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf Insider.

Das Vorhaben könnte jedoch wegen der Unruhen im Iran verschoben werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Im Zuge der US-Bestrebungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben sich die Regierung in Kiew und ihre Verbündeten sich auf einen Friedensplan und Sicherheitsgarantien geeinigt, die nach einem Waffenstillstand in Kraft treten sollen. Bei dem Plan geht es um einen 20-Punkte-Vorschlag, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump akkordiert hat. Zudem soll es umfangreiche Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine geben.

Im 20-Punkte-Plan vorgesehen ist unter anderem ein Einfrieren des aktuellen Frontverlaufs. Die Ukraine würde demnach einen Teil ihrer Truppen im Donbass im Osten des Landes für die Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone zurückziehen - das bisher größte Zugeständnis Kiews in territorialen Fragen. Dieser weitreichende Schritt sollte laut Selenskyj in der Ukraine durch ein Referendum bestätigt werden.

Zwei Schlüsselforderungen Moskaus - der Rückzug der ukrainischen Truppen aus der gesamten ostukrainischen Donbass-Region und ein rechtlich bindender Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt - sind in dem Plan nicht enthalten.

Zusammenfassung
  • Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner planen laut Medienberichten noch im Jänner ein Treffen mit Russlands Präsident Putin in Moskau, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen.
  • Die USA, die Ukraine und deren Verbündete haben sich auf einen 20-Punkte-Friedensplan verständigt, der nach einem Waffenstillstand umfangreiche Sicherheitsgarantien für die Ukraine vorsieht.
  • Der Plan beinhaltet ein Einfrieren der aktuellen Frontlinie und einen Truppenrückzug der Ukraine im Donbass zur Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone, was durch ein Referendum in der Ukraine bestätigt werden soll.