US-Kongress bestätigte Bidens Wahlsieg - Trump verspricht geordnete Übergabe

07. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Der Kongress bestätigt das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen. Joe Biden wird damit am 20. Januar als 46. US-Präsident vereidigt werden.

Der US-Kongress hat die Wahl des Demokraten Joe Biden zum US-Präsidenten formell bestätigt. Biden habe 306 Wahlmännerstimmen erhalten, der amtierende republikanische Präsident Donald Trump 232, erklärte Vizepräsident Mike Pence in der Nacht auf Donnerstag in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus. Pence führte den Vorsitz in der Sitzung zur Beurkundung des Ergebnisses. Damit hat Biden die letzte Hürde auf dem Weg zum Weißen Haus genommen.

Trump akzeptiert Entscheidung - nicht das Wahlergebnis

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe Biden eine ordentliche Amtsübergabe zugesichert. "Selbst wenn ich mit dem Ergebnis der Wahl absolut nicht übereinstimme und die Fakten mich bestätigen, wird es trotzdem am 20. Jänner eine ordentliche Amtsübergabe geben", erklärte Trump einer Twitter-Meldung eines Sprechers des US-Präsidialamtes zufolge in der Nacht auf Donnerstag.

Trump äußerte sich kurz nach der offiziellen Bestätigung von Bidens Wahlsieg durch den US-Kongress. In seiner Funktion als Vorsitzender des US-Senats hatte Vizepräsident Mike Biden in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus den Sieg Bidens erklärt. Biden habe 306 Wahlmännerstimmen erhalten, Trump 232. Pence hatte sich geweigert, sein Amt zugunsten Trumps zu missbrauchen und von diesem bestrittene Wahlmännerstimmen für Biden zurückzuweisen.

Sturm auf das Kapitol

Die eigentlich schon für Mittwoch geplante Bestätigung des Wahlsieges, die seit Jahrzehnten ein Formalakt ist, hatte sich wegen eines Sturms von Anhängern des abgewählten Präsidenten Donald Trump auf das Kongressgebäude verzögert. Ein wütender Mob hatte dabei unter anderem auch die Sitzungssäle von Repräsentantenhaus und Senat gestürmt. Die Sitzungssäle mussten evakuiert werden. Beamte zückten ihre Waffen und setzten Tränengas ein. Vier Menschen kamen im Zuge der Proteste ums Leben, mehr als 50 wurden festgenommen.

Quelle: Redaktion / moe