US-Botschafter erzürnt arabische Welt mit Israel-These
Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.
In einer vom saudischen Außenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Außenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äußerungen des US-Botschafters "auf das Schärfste". Sie äußerten ihre "tiefe Besorgnis" darüber.
Huckabees "gefährliche und hetzerische Äußerungen" stellten einen "eklatanten Verstoß" gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar. Der Erklärung schlossen sich neben Saudi-Arabien auch Ägypten, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien, Pakistan, Katar, die Türkei, Kuwait, Bahrain, der Oman, der Libanon sowie Syrien und Palästina an.
Israel hat seit der Staatsgründung 1948 keine vollständig anerkannten Grenzen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte es unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.
Kürzlich hatte Israels Regierung laut Medien einen Vorschlag gebilligt, der israelischen Siedlern den Erwerb von Land im Westjordanland erleichtern soll. Deutschland und andere Staaten kritisierten dies.
Zusammenfassung
- Huckabee ruderte später zurück und betonte, Israel habe keine Expansionspläne und solle lediglich im aktuellen Staatsgebiet leben.
- Im Westjordanland und Ost-Jerusalem leben heute rund 700.000 israelische Siedler unter etwa 3 Millionen Palästinensern, während Israels Regierung zuletzt den Landkauf für Siedler erleichterte und internationale Kritik auf sich zog.
