APA - Austria Presse Agentur

UNO-Experte alarmiert über Nahrungsmangel in Nordkorea

09. Juni 2020 · Lesedauer 1 min

In Nordkorea sind nach Angaben eines UNO-Experten für Menschenrechte Nahrungsmittel knapp. Es gebe alarmierende Berichte über einen Anstieg der Zahl von Kindern und Erwachsenen, die in größeren Städten obdachlos auf der Straße lebten, berichtete der Sonderberichterstatter des UNO-Menschenrechtsrats für Nordkorea. Immer mehr Familien hätten nur noch Mais zu essen, manche hungerten.

In Nordkorea sind nach Angaben eines UNO-Experten für Menschenrechte Nahrungsmittel knapp. Es gebe alarmierende Berichte über einen Anstieg der Zahl von Kindern und Erwachsenen, die in größeren Städten obdachlos auf der Straße lebten, berichtete der Sonderberichterstatter des UNO-Menschenrechtsrats für Nordkorea. Immer mehr Familien hätten nur noch Mais zu essen, manche hungerten.

Über Lager für politische Gefangene höre er, dass dort viele Menschen wegen harter Arbeit, mangelnder Ernährung, ansteckender Krankheiten und Überbelegung ums Leben kämen. Selbst Soldaten bekämen nach Berichten kleinere Nahrungsrationen. Die Preise für Arzneimittel seien in die Höhe geschossen. Der UNO-Berichterstatter beziehe sich auf Angaben von Informanten, die Kontakte in dem abgeschotteten Land hätten, sagte seine Sprecherin. Darunter seien zum Beispiel Menschen, die in letzter Zeit geflüchtet sind.

Die Probleme seien durch die Schließung der Grenze zu China am 21. Jänner wegen der Corona-Pandemie verschärft worden. Die UNO appellierte an die Regierung, Geld nun in erster Linie für die Versorgung der Menschen auszugeben und internationale Hilfe ohne Auflagen ins Land zu lassen. Der UNO-Sicherheitsrat soll sich erneut mit den Sanktionen befassen, die die Lage noch verschlimmerten.

Quelle: Agenturen