APA/ROLAND SCHLAGER

Umfrage: Zufriedenheit mit Regierung im Rekordtief

19. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Inzwischen sind nur noch 27 Prozent der Österreicher:innen mit der Arbeit der Regierung zufrieden. Aber auch die Opposition kommt nicht gut an.

Die Unzufriedenheit mit der türkis-grünen Regierung ist groß. Das zeigt der aktuelle "Österreich Trend" von Meinungsforscher Peter Hajek für APA und ATV. Demnach sind nur noch 27 Prozent der Befragten mit der Regierungsarbeit sehr oder eher zufrieden, 70 Prozent sind es wenig bis gar nicht. Laut Hajek war die Ablehnung der Bevölkerung nur vor 2016 zu Zeiten der Großen Koalition von SPÖ und ÖVP vehementer.

Auch Opposition nicht beliebt

Der einzige Vorteil der Regierung sei, dass die Performance der Oppositionsparteien ebenfalls ähnlich schlecht bewertet wird - was, so Hajek, in Summe als grundsätzliche Unzufriedenheit mit den politischen Eliten zu werten sei. Lediglich 24 Prozent stufen die Oppositionsarbeit als sehr bzw. eher zufriedenstellend ein, 71 Prozent als wenig bis gar nicht.

Dennoch sieht Hajek die Demokratie in Österreich nicht gefährdet. Weiterhin sei das Potenzial für autoritäre Politik gering. 84 Prozent der Befragten sind nämlich der Ansicht, dass die Demokratie auf jeden Fall besser sei als eine Diktatur. Signifikant anfälliger für autoritäre Politik seien mit rund ein Viertel Zustimmung jedoch FPÖ-Wähler:innen.

Die Lösungskompetenz der Demokratie wird von 72 Prozent der Befragten als gut bewertet. Etwas kritischer gesehen wird das Funktionieren der Demokratie, wiewohl es mit 52 Prozent ebenfalls noch im positiven Bereich ist.

Nur 40 Prozent finden Österreich gerecht

Auffallend sei hingegen die Verschlechterung beim Gerechtigkeitsempfinden. Nur noch 40 Prozent finden, dass es hierzulande eher gerecht zugehe, demgegenüber stehen 53 Prozent, die gegenteiliger Ansicht sind. Besonders hoch ist dieser Anteil bei den FPÖ-Wähler:innen. 76 Prozent in diesem Wählersegment finden, dass es in Österreich eher ungerecht zugeht. Bei der SPÖ sind das immerhin noch 52 Prozent. Diese Entwicklung ist laut Hajek möglicherweise auf die Teuerung und die Energiekrise zurückzuführen, die vor allem einkommensschwache Haushalte deutlich unter Druck setzen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / mbe