APA - Austria Presse Agentur

Umfrage zeigt Vertrauensverlust in Kurz

06. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Österreicher sind mit dem Corona-Krisenmanagement der Regierung unzufrieden. Dafür wird vor allem Bundeskanzler Sebastian Kurz verantwortlich gemacht, wie eine neue Umfrage zeigt.

Erstmals seit dem Jahr 2017 ist Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Kanzlerfrage unter 30 Prozent gefallen. Wenn man den Bundeskanzler direkt wählen könnte, würden 29 Prozent der Befragten dem Amtsinhaber ihre Stimme geben. Zu Ostern 2020 waren es noch 52 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Market Instituts im Auftrag des "Standard" hervor.

Grünen-Chef Werner Kogler kommt mit fünf Prozent auf den schlechtesten Wert seit dem Eintritt seiner Partei in die Regierung. Vor einem Jahr hätten ihn noch 15 Prozent zum Kanzler gewählt. Im Aufwind hingegen befindet sich die SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner. 17 Prozent der 800 in einer Online-Umfrage Befragten würden ihr ihre Stimme geben - ihr bester Wert seit dem Jahr 2019.  Den FPÖ-Vorsitzenden Norbert Hofer würden 12 Prozent ihre Stimme geben, NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kommt auf acht Prozent.

SPÖ im Aufwind

In der sogenannten Sonntagsfrage verzeichnet die ÖVP zwar leichte Verluste. Mit 36 Prozent liegt sie aber weiterhin deutlich vor der SPÖ. Die Sozialdemokraten befinden sich aber im Aufwind. 26 Prozent der Befragten würden die Partei wählen, wenn Nationalratswahlen stattfinden würden. Die FPÖ kommt auf 15 Prozent, was unter dem Ergebnis bei der letzten Nationalratswahl ist (2019: 16,2%). 

Die Grünen würden 12 Prozent ihre Stimme geben (2019: 13,9%), bei den NEOS sind es 10 Prozent, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Ergebnis bei der Nationalratswahl 2019. 

Quelle: Redaktion / apb