APA - Austria Presse Agentur

Umfrage: 44 Prozent der Österreicher für Blümel-Rücktritt

20. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Fast die Hälfte aller Befragten beantworteten die Frage, ob Gernot Blümel (ÖVP) nach seiner Hausdurchsuchung zurücktreten solle, mit "ja".

Das  Meinungsforschungsinstitut Unique research fragte im Auftrag von "Profil" ob Finanzminister Gernot Blümel wegen der Causa Novomatic rücktrittsreif sei. 44 Prozent der Befragten stimmen dem zu. ÖVP-Wähler sahen das allerdings ganz anders. 

44 Prozent der 500 an der Umfrage Teilnehmenden stimmten für einen Rücktritt, 32 Prozent fanden, Blümel solle als Finanzminister im Amt bleiben. 24 Prozent der Befragten antworteten mit "weiß nicht". 

Antworten je nach Wahlverhalten stark unterschiedlich

Die Antworten variierten stark, je nachdem, wen die Befragten wählen. Bei den ÖVP-Wählern waren 73 Prozent gegen einen Rücktritt, bei den FPÖ-Wählern sah es fast genau umgekehrt aus. 70 Prozent von ihnen würden Blümel sofort einen Rückzug als Finanzminister ans Herz legen. Bei SPÖ-Wählern waren mit 59 Prozent klar mehr als die Hälfte für einen Rücktritt, Grün-Wähler befürworteten zu 43 Prozent die Frage, NEOS-Wähler zu 44 Prozent. 

 

Opposition zeigt Blümel an

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) droht weiteres Ungemach: Die Fraktionsführer von SPÖ, NEOS und FPÖ zeigten Blümel wegen Falschaussage im Ibiza-Untersuchungsausschuss an. Grund für die Anzeige ist die Diskrepanz zwischen den Aussagen des Finanzministers bei seiner Befragung am 25. Juni des vergangenen Jahres und diversen an die Öffentlichkeit gelangten Chatnachrichten, wie etwa jene zwischen Blümel und Ex-Novomatic-Chef Harald Neumann.

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Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam