APA - Austria Presse Agentur

Über 50 Prozent der Österreicher zweifeln an Kompetenz der Regierung

16. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

"Hat die Regierung die Probleme des Landes im Griff?", fragt eine Umfrage für den "Standard". Die klare Mehrheit findet: Nein! Das spiegelt sich auch in den Umfragewerten für Kanzler Kurz wider.

56 Prozent und somit klar mehr als die Hälfte der Befragten, beantwortet in einer Market-Umfrage für den "Standard" die Frage "Hat die österreichische Bundesregierung die Probleme des Landes im Großen und Ganzen im Griff" negativ. Nur 44 Prozent finden, dass ÖVP und Grüne alles unter Kontrolle haben. 

Während die Zustimmung bei den ÖVP-Wählern klar über diesem Wert liegen, zweifeln Leute unter 30, Frauen und Dorfbewohner aus kleinen Gemeinden besonders an der Kompetenz der Koalition. Bei der Kernwählerschaft der Türkisen findet nur eine von fünf Personen etwas an "ihrer" Partei auszusetzen. 

Kurz: Von 52 auf 26 Prozent Zustimmung

Doch der Anteil dieser Türkis-Treuen liegt aktuell laut der Sonntagsfrage nur noch bei unter einem Drittel (31 Prozent). Würde aktuell ein Kanzler direkt gewählt werden, hätte Sebastian Kurz keine guten Aussichten. Nur 26 Prozent würden ihn wiederwählen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag seine Zustimmung noch bei 52 Prozent. 

Mit 32 Prozent schaut auch fast ein Drittel der befragten Österreicher pessimistisch in die Zukunft. Das sind Personen, die der Regierung kritisch gegenüberstehen und tendenziell die FPÖ wählen. Das zeigt auch die Umfrage. Die Blauen sind von 11 auf 18 Prozent in der Wählergunst gewachsen, zehn Prozent hätten gern Herbert Kickl als Kanzler. Vor allem bei jungen Männern steht er hoch in der Gunst.  Market-Chef Werner Beutelmeyer attestiert dem FPÖ-Chef Geschicklichkeit, wenn es darum geht, Impf-Ängste für sich einzusetzen. 

Trotz aller Zweifel an der Regierung liegt die ÖVP bei den Wählern vorn, gefolgt von der SPÖ (25 Prozent). Pamela Rendi-Wagner wünschen sich 17 Prozent als Kanzlerin. Die Grünen erreichen aktuell die gleichen Werte, die sie bei der vergangen Wahl auch wirklich eingefahren sind, nämlich 13 Prozent, für einen Kanzler Kogler würden sich neun aussprechen. Für die NEOS sind 11 Prozent, für Beate Meinlich-Reisinger als Kurz-Ersatz sieben. 

Zur Umfrage: n= 805 repräsentativ für die wahlberechtigte österreichische Bevölkerung. Online-Befragung, ergänzt mit CAPI-Samplepoints. Erhebungszeitraum: 6. bis 11. August 2021.

Quelle: Redaktion / lam