APA - Austria Presse Agentur

Über 300.000 Dosen in Österreich noch nicht verimpft

15. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Impfung läuft in Österreich weiterhin schleppend. Nun wurde bekannt, dass derzeit rund 316.000 Impfdosen darauf warten, verimpft zu werden.

Bei der Umsetzung des österreichischen Impf-Plans hakt es weiterhin. Am Montag wurde bekannt, dass der abgezogene Impf-Koordinator Clemens Martin Auer 100.000 Dosen mehr für das zweite Quartal aus einem Reservetopf bestellen hätte können. Auer hatte es versäumt Gesundheitsminister Rudolf Aschober (Grüne) darüber zu informieren und eigenständig die Option auf mehr Impfdosen ausgeschlagen.

Ein Blick auf das Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums zeigt, dass über 300.000 Impfdosen darauf warten verimpft zu werden. Demnach sind bisher 1.370.085 Impf-Dosen von der EU an Österreich geliefert worden. Von BioNTech/Pfizer sind es 878.085 Dosen, von Moderna 122.400 Dosen und von AstraZeneca 369.600 Dosen. Davon wurden mit Stand Montag 12.25 Uhr 1.053.599 Impfdosen verabreicht. Demnach warten noch 316.486 Impfdosen (23 Prozent der gesamten Liefermenge) in österreichischen Lagern darauf verimpft zu werden.

Der Grund für die Verzögerung dürften Probleme mit der Logistik sein. So dauere es bis die Impfdosen nach der Lieferung an die Bundesländer zur Verimpfung übergeben werden. 

Unter 4 Prozent bekamen bisher "zweiten Stich"

Mittlerweile sind in Österreich über eine Million Menschen geimpft. Die Impfungen verlaufen aber schleppend. So haben bisher zwar 778.715 Menschen (10,3 Prozent der impfbaren Bevölkerung) die Erstimpfung, aber erst 274.884 Menschen den zweiten "Stich" erhalten. Das sind nur 3,65 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Österreich befindet sich damit im letzten Drittel der EU.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb