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Über 30 Tote bei Drohnenangriffen auf Zivilisten im Sudan

08. März 2026 · Lesedauer 2 min

Bei Drohnenangriffen auf Märkte in zwei Ortschaften im kriegsgeplagten Sudan sind nach Angaben aus Krankenhauskreisen mindestens 33 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Arzt in Abu Zabad, einem der getroffenen Orte in der Region West-Kordofan, am Sonntag. Demnach traf eine weitere Drohne den Ort Wad Banda. Zur Herkunft der Drohnen äußerte sich der Mediziner nicht.

Die Region im Südwesten des Sudan ist ein Schwerpunkt der Kämpfe zwischen der Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und der RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Dagalo. Die Kämpfe halten seit April 2023 an, dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt.

Ein Einwohner von Abu Zabad berichtete, er habe am Samstag bei der Beisetzung von 20 Menschen geholfen. Nach seiner Darstellung handelte es sich in dem Ort um einen Drohnenangriff der Armee. Aus Militärkreisen wurde diese Darstellung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zurückgewiesen. Die Streitkräfte "bombardieren keine zivilen Gebiete", hieß es. "Wir nehmen nur die Rebellen, ihre Ausrüstung und ihre Waffendepots ins Visier."

Seit Beginn der Kämpfe sehen sich beide Konfliktparteien Vorwürfen der internationalen Gemeinschaft ausgesetzt, sie verübten Kriegsverbrechen. In dem Bürgerkrieg in Afrikas drittgrößten Land wurden bis dato zehntausende Menschen getötet; mehr als elf Millionen Menschen flüchteten. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Konflikt als schlimmste humanitäre Krise weltweit.

Zusammenfassung
  • Bei Drohnenangriffen auf Märkte in Abu Zabad und Wad Banda im sudanesischen West-Kordofan wurden nach Krankenhausangaben mindestens 33 Menschen getötet und Dutzende verletzt.
  • Die Angriffe ereigneten sich im Kontext des seit April 2023 anhaltenden Bürgerkriegs zwischen der Armee von Abdel Fattah al-Burhan und der RSF-Miliz, wobei die Herkunft der Drohnen unklar blieb.
  • Laut UN wurden im Sudan-Konflikt bislang zehntausende Menschen getötet und mehr als elf Millionen zur Flucht gezwungen, die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten humanitären Krise weltweit.