Türke wegen Anschlagsplan auf Papst Franziskus in Haft
Die Ermittlungen deuten auf ein geplantes Attentat einer türkischen Gruppe mit Verbindungen zum sogenannten "IS-K" (Islamischer Staat - Provinz Khorasan) hin. Die ist der Ableger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan und Pakistan. Papst Franziskus besuchte Triest am 7. Juli 2024 zur Abschlussveranstaltung der 50. Sozialen Woche der Katholiken in Italien. Bereits am Vortag wurde eine Pistole in einem herrenlosen, dunklen Trolley in der Bar des Bahnhofs entdeckt. Bei der Waffe handelte es sich um eine CZ-Automatikpistole Modell 7B, Kaliber 9mm Luger, mit Magazin und 14 Patronen.
Laut "Il Piccolo" geht aus den Ermittlungsakten und den damit verbundenen geheimdienstlichen Untersuchungen hervor, dass es Hinweise auf einen "möglichen Attentatsplan gegen das Kirchenoberhaupt" gab. Interpol nahm den türkischen Staatsbürger in den Niederlanden fest. Nach seiner Auslieferung war er zunächst in Mailand inhaftiert und befindet sich nun in Isolationshaft in Triest. Die Ermittler vermuten, dass er mit dem im Bahnhof deponierten Koffer in Verbindung steht. Franziskus ist heuer im April im Alter von 88 Jahren gestorben.
Zusammenfassung
- Ein 46-jähriger Türke wurde nach einem Interpol-Haftbefehl in den Niederlanden festgenommen und nach Italien ausgeliefert, weil er verdächtigt wird, einen Anschlag auf Papst Franziskus geplant zu haben.
- Kurz vor dem Papstbesuch am 7. Juli 2024 in Triest wurde am Bahnhof ein Koffer mit einer CZ-Automatikpistole, Kaliber 9mm Luger, und 14 Patronen gefunden, der mit dem Verdächtigen in Verbindung gebracht wird.
- Die Ermittlungen deuten auf eine türkische Gruppe mit Verbindungen zum IS-K als Drahtzieher des geplanten Attentats hin, der Festgenommene befindet sich derzeit in Isolationshaft in Triest.