APA - Austria Presse Agentur

Treffen in Wien soll Iran-Atomabkommen retten

06. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Am Dienstag treffen sich Diplomaten in Wien und versuchen das Atomabkommen mit dem Iran zu retten. Teheran gibt sich hoffnungsvoll.

Unter neuen Vorzeichen sind am Dienstag laut der russischen Delegation Vorgespräche angelaufen. Das Treffen der Streitschlichtungskommission mit Spitzendiplomaten der verbliebenen fünf Partner der Vereinbarung ist für den Nachmittag geplant. Ziel ist ein Fahrplan, der die Rückkehr der USA zu der Vereinbarung ebnen und den Iran zur erneuten Einhaltung der Auflagen motivieren soll.

Iran: Gespräche der "richtige Weg"

Der Iran blickt hoffnungsvoll auf den Neustart der Gespräche zur Rettung des Atomabkommens. Teheran sei sicher, dass der Beginn der Verhandlungen in Wien "der richtige Weg in die richtige Richtung" sei, sagte Sprecher Ali Rabiei am Dienstag. Eine pragmatische und besonnene Politik der neuen amerikanischen Regierung im Atomstreit wäre ein positives Signal für Frieden und Stabilität im Nahen Osten und auch weltweit, so der Sprecher im Staatsfernsehen.

Der exil-iranischen Widerstandsrates (NWRI) begrüßte "alle Bemühungen, das Regime der Mullahs daran zu hindern, eine Atombombe zu erhalten". Das erklärte Mohammad Mohaddessin, Vertreter des (NWRI).

Die Gesprächsrunde der verbliebenen Partner - Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland - ist der erste Dialog mit dem Iran seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden. Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Donald Trump will Biden das Wiener Abkommen von 2015 wiederbeleben.

Einen direkten Kontakt zwischen den USA und dem Iran wird es nach Angaben aus Teheran in dieser Phase noch nicht geben. Das Abkommen gilt als ein wichtiger Baustein zur Rüstungskontrolle. Es soll die Islamische Republik am Bau einer Nuklearwaffe hindern. Die in Aussicht gestellte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran kam aufgrund des Kurswechsels unter Trump aber nie zustande. Die US-Sanktionen beantwortete Teheran mit dem Verstoß gegen immer mehr Auflagen.

 

Der Artikel wurde am 06.04.2021 um 11:18 Uhr aktualisiert.

Quelle: Agenturen