Mair: Silvester-Öffnung "soll nicht Tanz auf dem Vulkan sein"

21. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Die Tiroler Grünen sorgen sich offenbar wegen der Coronavirus-Variante Omikron und den anstehenden Feiertagen. Vor allem die Silvesterfeierlichkeiten bereiten Klubobmann Gebi Mair Sorgen.

Der Jahreswechsel dürfe nicht zu einem "heißen Tanz am Vulkan werden", meint Gebi Mair, Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, gegenüber PULS 24. Die Situation sei dynamisch und Omikron am Vormarsch. "Ich will keinesfalls das Silvesterfeiern verbieten", versichert er weiter. Dennoch sei angesichts der Ausbreitung der neuen Variante eine Feier im privaten Rahmen, der in einem Lokal vorzuziehen. Daher spreche sich Mair auch gegen die Aufhebung der Sperrstunde in der Gastronomie zu Silvester aus.

Auch der schwarze Koalitionspartner "teilt die Sorge", sagt Mair. Dennoch wolle man mit den anderen Bundesländern auf eine "gemeinsame Linie kommen". Dies wolle man beim Gipfeltreffen mit Bund und Länder am morgigen Mittwoch tun.

FPÖ kritisiert "schwarz-grüne Showpolitik"

Der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger ortete "schwarz-grüne Show- und Ankündigungspolitik" und forderte in einer Aussendung "Klarheiten". Pandemiebestimmungen für Silvester müssten noch vor Weihnachten fixiert werden. "Die Wirtschaftstreibenden und die Bevölkerung haben ein Recht darauf, jetzt zu wissen, was sie erwartet", fand der blaue Politiker. "Es ist schon skurril, vor einer Woche noch wurden 'kleine Freiheiten' der leidenden Bevölkerung versprochen, nun soll es anderes werden, und alles wird in Frage gestellt", kritisierte Abwerzger.

Am Mittwoch findet erneut eine Besprechung zur Corona-Lage zwischen Bund und Ländern statt - unter Teilnahme von Vertretern der neuen Gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko). Mair erwartet sich dabei eine "Klarstellung": "Risikominimierung ist bei der Omikron-Variante das Gebot der Stunde. Eine klare Linie ist unumgänglich." Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hatte am Montag um Vorsicht in Form der bekannten Hygiene- und Abstandsregeln ersucht und an die Menschen appelliert, sich vor den Zusammenkünften zu testen und sich eine Booster-Impfung zu holen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea