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Tirol-Wahl: ÖVP-Granden vor Vorstand zugeknöpft

13. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem angekündigten Rückzug von Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und der voraussichtlichen Neuwahl im Herbst hat Montagvormittag der Parteivorstand der Tiroler ÖVP in der Villa Blanka in Innsbruck begonnen.

 Die Parteigranden gaben sich vor der Sitzung wortkarg, aber durchaus frohen Mutes. Platter und sein designierter "Nachfolger", Wirtschaftslandesrat Anton Mattle, gaben zunächst keine Stellungnahme ab. Sie schritten nebeneinander in den Sitzungssaal.

ÖVP-Wirtschaftsbundchef Franz Hörl meinte zur APA kurz angebunden auf die Frage, was er zur Personalrochade sage: "Bin begeistert". Die Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" berichtete indes, dass Hörl und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser nicht gerade begeistert gewesen sein sollen von Platters Vorgangsweise. "Wieso sollte ich?", stellte Hörl dies gegenüber der APA in Abrede. Über Platter meinte er: "Das nennt man Entscheidungsstärke". Walser war für die APA vorerst nicht erreichbar.

Tursky und Totschnig wortkarg

Eher kargen Wortes die sonstigen Vorstandsmitglieder wie Neo-Staatssekretär Florian Tursky und Neo-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Sie wollten vorerst nichts sagen. Klubobmann Jakob Wolf ließ die APA wissen: "Das ist eine persönliche Entscheidung des Landeshauptmannes. Toni Mattle ist ein hervorragender Oberländer". Ein "alles gut", war indes Bundesrat Sebastian Kolland zu entlocken.

Allenthalben wurde damit gerechnet, dass der Vorstand einstimmig für Mattle votieren wird. Ob die ÖVP bereits einen Terminvorschlag für die Wahl machen wird, war indes unklar. Parteiintern soll noch abgestimmt werden, ob der Termin eh nicht mit der Bundespräsidentenwahl kollidiert.

Quelle: Agenturen