APA - Austria Presse Agentur

Suezkanal-Blockade: Bergung soll am Samstag weitergehen, USA wollen helfen

27. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die US-Regierung möchte sich an der Rettung des im Suezkanal auf Grund gelaufenen Schiffes "Ever Given" beteiligen. Man habe die notwendige Ausrüstung und Kapazität, sagte US-Präsident Joe Biden am Freitag. Der letzte Befreiungsversuch wurde am Freitag abgebrochen. Am Samstag soll ein erneuter Versuch gestartet werden.

Die Bergungsarbeiten rund um das im Suezkanal auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given" sind am späten Freitagabend unterbrochen worden und sollen am Samstag wieder aufgenommen werden. Dies bestätigten drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Zuletzt wurde versucht, mit Baggern 20.000 Kubikmeter Sand vom Bug des Schiffes zu entfernen und es somit zu befreien. Die 400 Meter lange "Ever Given" war am Dienstag wegen starker Winde auf Grund gelaufen.

USA bietet "Ausrüstung und Kapazitäten" an

Bis zum späten Freitagnachmittag stauten sich mehr als 200 Schiffe auf beiden Seiten des Kanals, einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Die US-Regierung möchte sich nun an der Flottmachung der "Ever Given" beteiligen. "Wir haben Ausrüstung und Kapazitäten, die die meisten Länder nicht haben. Wir werden schauen, wie wir hier behilflich sein können", sagte US-Präsident Joe Biden vor Reportern am Freitag  in Delaware. Ein mit der Sache vertrauter Mitarbeiter der Regierung erklärte, dass die Marine bereit sei, ein Team von Baggerexperten zum Kanal zu schicken, man aber auf die Genehmigung der lokalen Behörden warte.

Türkei bietet ebenfalls Hilfe an

Die "Suez Canal Authority" (SCA), die Eigentümer und Betreiber des Kanals ist, begrüßte das Hilfsangebot der USA und erklärte die Türkei wolle ebenfalls Hilfe schicken. "Die Schleppoperationen erfordern die Verfügbarkeit einer Reihe von unterstützenden Faktoren, einschließlich Windrichtung und Gezeiten, was sie zu einem komplexen technischen Prozess macht", sagte die Behörde. Die für das technische Management des Schiffs verantwortliche Gesellschaft Bernhard Schulte Shipmanagemen (BSM) bestätigte, dass bis Sonntag zwei zusätzliche Schlepper eintreffen würden, um bei der Bergung zu helfen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea