Stundenpläne optional: Faßmann lobt Lehrer als "Profis in Flexibilität"

08. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Im Osten sind die Schulen im Distance Learning, für Abschlussklassen und Förderunterricht kann dieses aber schon ab Montag verkürzt werden. Um die Lehrer zu entlasten, erlaubt Bildungsminister Faßmann, Stundenpläne aufzuheben und lobt die Flexibilität der Lehrer. Er beruft sich auf Lernerfolge auch unter dem aktuellen System und ruft auf, die Lage nicht zu dramatisieren.

In Wien, Niederösterreich und dem Burgendland sind Schüler und Schülerinnen bis zum 18. April im Distance Learning. PULS 24 Anchorwoman Alina Marzi sprach mit Bildungsminister Heinz Faßmann, der sich statt eines generellen Distance Learnings gewünscht hätte, dass zwischen den Schulstufen differenziert wird. Auch bei Abschlussklassen hätte er sich eher Präsenzunterricht gewünscht. Am Montag sollen diese ja in den Präsenzunterricht zurückkommen können. In Wien ist die Lehrervertretung dagegen.  

Präsenzunterricht nach dem 18.4.

Faßmann trägt die Entscheidung der Landeshauptleute der drei Bundesländer für Distance Larning mit, weil der Anstieg der Corona-Zahlen bedenklich sei. Die Schule könne aber auch ein Instrument der Pandemiebekämpfung sein. Er ist nach wie vor für einen Rückkehr zum Präsenzunterricht. Er sei optimistisch, dass das nach dem 18. April auch in der Ostregion wieder möglich sei. 

"Wie haben Distance Learning und da passiert viel, auch viel an Lernertrag", ruft der Minister auf, die derzeitige Lage nicht zu dramatisieren. Da sei kein so großer Unterschied, dass man Benotungssysteme aufgeben oder verändern müsse. Die mündliche Matura sei - der Zeit angepasst - sowieso schon optional. 

Stundenpläne müssen nicht eingehalten werden

Um teils Distance Learning und teils Präsenzunterricht zu ermöglichen, habe das Gesundheitsministerium den Lehrern freigestellt, die Stundenpläne aufzugeben. So könne man Stunden blocken. Die Lehrer seien Profis in Flexibilität geworden, weil die Pandemie das verlangt hätte. 

Bald seien alle Lehrer und Lehrerinnen, die das gewollt hätten, durchgeimpft, so Faßmann. Man sei auch dabei, Impfstoff für unter 16-Jährige zu entwickeln. Wie das nächste Schuljahr ausschauen werde, könne jedoch noch keiner vorhersagen. 

Wegen der zunehmenden psychischen Belastung der Schüler will der Minister mehr Förderstunden und eine Intensivierung des psychologischen Dienstes. Man hätte im August auch wieder eine Sommerschule angesetzt. Die Sommerschule ist ein zweiwöchiges Programm zur gezielten Förderung. Das Angebot wird auf die Unterrichtsgegenstände Deutsch, Mathematik und Sachunterricht in der Primarstufe beziehungsweise Deutsch und Mathematik in der Sekundarstufe ausgeweitet.

Quelle: Redaktion / lam