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Streik an Ordensspitälern am 22. Jänner geplant

Heute, 14:26 · Lesedauer 1 min

Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler wollen am 22. Jänner ihre Arbeit niederlegen. In einer Abstimmung der Gewerkschaft vida sprachen sich 93,3 Prozent für einen ganztägigen Streik in allen acht betroffenen Krankenhäusern aus, teilte die Gewerkschaft vida Dienstagnachmittag mit. Nun suche man beim ÖGB um Streikfreigabe an.

Nachdem die vierte Kollektivvertragsverhandlungsrunde für das nicht-ärztliche Personal der Ordensspitäler Oberösterreich erneut kein Ergebnis gebracht hatte, soll nun gestreikt werden. Die Arbeitnehmer fordern neben Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation auch eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber bieten aber für die rund 10.000 Beschäftigten nur 3,3 Prozent und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.

Auch wenn der Streik am 22. Jänner genehmigt werde, sei man weiter "verhandlungsbereit" und hoffe auf eine Lösung, betonte vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Aus Rücksicht gegenüber den Patientinnen und Patienten habe man den Termin langfristig vorher angekündigt, um so in Absprache mit den Arbeitgebern über ein geordnetes Herunterfahren des Betriebes am Streiktag zu beraten.

Zusammenfassung
  • Die Beschäftigten der acht oberösterreichischen Ordensspitäler planen am 22. Jänner einen ganztägigen Streik, nachdem 93,3 Prozent der vida-Mitglieder dafür gestimmt haben.
  • Hintergrund ist das Scheitern der vierten Kollektivvertragsverhandlungsrunde, wobei die Gewerkschaft für etwa 10.000 Beschäftigte Lohnerhöhungen mindestens in Höhe der Inflation und eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden fordert.
  • Die Arbeitgeber bieten lediglich 3,3 Prozent mehr Lohn und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch, während die Gewerkschaft weiterhin verhandlungsbereit bleibt und den Streik frühzeitig angekündigt hat.