Streik an Ordensspitälern am 22. Jänner geplant
Nachdem die vierte Kollektivvertragsverhandlungsrunde für das nicht-ärztliche Personal der Ordensspitäler Oberösterreich erneut kein Ergebnis gebracht hatte, soll nun gestreikt werden. Die Arbeitnehmer fordern neben Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation auch eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber bieten aber für die rund 10.000 Beschäftigten nur 3,3 Prozent und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.
Auch wenn der Streik am 22. Jänner genehmigt werde, sei man weiter "verhandlungsbereit" und hoffe auf eine Lösung, betonte vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Aus Rücksicht gegenüber den Patientinnen und Patienten habe man den Termin langfristig vorher angekündigt, um so in Absprache mit den Arbeitgebern über ein geordnetes Herunterfahren des Betriebes am Streiktag zu beraten.
In einer ersten Reaktion hieß es von den Ordensspitälern Oberösterreich, dass "dieser Aktionismus für uns nicht vollziehbar und schon gar nicht zielführend" sei. Sie mutmaßten, dass "diese Eskalation von Beginn an Ziel einzelner Gewerkschaftsfunktionäre, die die Verhandlungen für eigene Kampagnen nutzen", gewesen sei.
Zusammenfassung
- Die Beschäftigten aller acht Ordensspitäler in Oberösterreich planen am 22. Jänner einen ganztägigen Streik, nachdem 93,3 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder dafür gestimmt haben.
- Die Gewerkschaft vida betont trotz Streikankündigung ihre Verhandlungsbereitschaft und kündigte den Streik frühzeitig an, während die Spitalsträger den Arbeitskampf als „nicht zielführend“ kritisieren.
