APA - Austria Presse Agentur

SPÖ kritisiert Bildungsteil des Budgets 2021

18. Okt 2020 · Lesedauer 1 min

Die SPÖ übt Kritik am Bildungsteil des am Mittwoch vorgestellten Budgets 2021. Die dort aufgeführten Maßnahmen - etwa für Digitalisierung und Brennpunktschulen - kämen nur bei wenigen Schülern an, so Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid. Keine zusätzlichen Mittel gebe es für Sprachenförderung, Inklusion und den Kindergarten sowie einen verstärkten Ausbau der Ganztagsschulen.

Das Budget 2021 sehe zwar einen Anstieg um rund 600 Mio. Euro im Bereich Bildung vor, meinte Hammerschmid. Der Großteil davon fließe aber in die Gehaltserhöhungen der Lehrkräfte und nicht in zusätzliche Pädagogen bzw. Unterstützungspersonal. Außerdem würden im Zuge des angekündigten Acht-Punkte-Plans zur Digitalisierung im nächsten Jahr nur Schüler der fünften und sechsten Schulstufe mit Laptops bzw. Tablets ausgestattet.

Noch schlechter sehe es bei dem mit 15 Mio. Euro dotierten 100-Schulen-Projekt zur Erprobung eines Sozialindex aus, so Hammerschmid. Laut Arbeiterkammer würden aber knapp 750 Schulen eine solche Unterstützung benötigen, nötig seien jährlich 300 Mio. Euro.

Für andere Maßnahmen seien gar keine zusätzlichen Mittel reserviert. "Die Probleme, die Corona offengelegt und verschärft hat, werden dadurch nicht gelöst", meinte die SPÖ-Bildungssprecherin. "Kinder sind davon abhängig, wie gut sie zu Hause unterstützt werden. Und genau das ist der zentrale Denkfehler. Wir müssen weg von der Halbtags- und Hausübungsschule und hin zu einer Ganztagsschule, die allen Kindern - unabhängig vom Geldbörsel der Eltern - die gleichen Chancen gibt."

Quelle: Agenturen