SP-Landeschef sieht "respektables Ergebnis" in St. Pölten
Er halte es für ein "durchaus respektables Ergebnis", wenn es "unter schwierigen Rahmenbedingungen gelingt, dass mehr Menschen Sozialdemokratie wählen als die Koalitionszwillinge ÖVP und FPÖ gemeinsam", sagte Hergovich am Dienstag. Mit Blick auf den Bund und den bevorstehenden SPÖ-Parteitag im März betonte er, "kein Freund von Personaldebatten" zu sein, sondern von inhaltlichen Diskussionen: "Was wir brauchen, sind mehr Maßnahmen gegen die Teuerung."
"Froh" sei er, dass die St. Pöltner Sozialdemokratie "eindeutig als erste durchs Ziel gegangen ist und damit Matthias Stadler weiterhin Bürgermeister bleiben wird". Zur Frage nach dem bevorzugten Koalitionspartner meinte er, die SPÖ in der Landeshauptstadt werde "eine gute Entscheidung treffen".
Unterdessen gingen in der Landeshauptstadt die Gespräche von Stadtchef Stadler mit Vertretern der anderen Parteien weiter. "Es geht um den Auftrag der Wähler und wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Klar ist, dass es um eine neue Art der Politik gehen muss, wo die Bevölkerung im Zentrum steht", sagte FPÖ-Spitzenkandidat Landesrat Martin Antauer dazu in einer Aussendung. Etwaige Verhandlungen müssten jedoch "offen und ehrlich im Interesse der Bürger" sein: "Für Hinterzimmer-Packeleien am Bürger vorbei stehen wir Freiheitliche sicherlich nicht bereit."
Zusammenfassung
- Nach der Gemeinderatswahl in St. Pölten bezeichnete SPÖ-Landeschef Sven Hergovich das Ergebnis als 'respektabel', da die Sozialdemokraten mehr Stimmen als ÖVP und FPÖ zusammen erhielten.
- Trotz schwieriger Rahmenbedingungen bleibt die SPÖ stärkste Kraft, Matthias Stadler wird weiterhin Bürgermeister bleiben und Gespräche über mögliche Koalitionen laufen.
- FPÖ-Spitzenkandidat Martin Antauer fordert eine neue Politik im Interesse der Bevölkerung und lehnt 'Hinterzimmer-Packeleien' ab.
