APA - Austria Presse Agentur

Söder über Corona in Tirol: "Man nimmt es nicht so ernst und teilt gegen alle aus"

17. Feb 2021 · Lesedauer 1 min

Bei seiner Aschermittwoch-Ansprache ging CSU-Chef Markus Söder mit dem Tiroler Corona-Management hart ins Gericht.

Bei der traditionellen Aschermittwoch-Rede hat der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor allem in Richtung Süden gegen das Land Tirol ausgeteilt.

Schon relativ zu Beginn der gut einstündigen Rede - die erstmals gänzlich online stattfand - zählte er mehrere Irrtümer in der Pandemie-Bekämpfung auf. Darunter auch den Irrglauben, "Skipisten seien weniger gefährlich als Gottesdienste – schöne Grüße aus Tirol übrigens", stichelte Söder.

Grenzkontrollen verteidigt

In weiterer Folge lobte er die Corona-Politik in Deutschland und verteidigte auch die aktuellen Grenzschließungen zum Schutz vor der britischen und südafrikanischen Virus-Variante. Er gestand Österreich zwar eine niedrigere Zahl an Infektionen zu als Tschechien, in Tirol gebe es aber viele Fälle mit der südafrikanischen Mutation.

Wien - "mein Freund Sebastian Kurz" - setze zwar Maßnahmen, was Tirol betreffe, aber das Verhalten der Landesregierung dort kenne man ja: "Die nehmen das nicht so ernst und teilen gegen alle aus - gegen uns und gegenüber Wien". Söder äußerte zwar auch Verständnis, bekräftigte aber: "Grenzkontrollen - nicht Schließungen - finde ich richtig, es geht um Sicherheit", so der Franke. "Ich möchte kein zweites Ischgl erleben."

Quelle: Redaktion / hos