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Segelboote mit Hilfsgütern für Kuba vermisst

Heute, 03:48 · Lesedauer 2 min

Zwei Segelboote mit neun Aktivisten an Bord, die Hilfsgüter nach Kuba bringen wollten, werden laut der mexikanischen Marine vermisst. Die Boote hätten am Dienstag oder Mittwoch auf der sozialistischen Karibikinsel eintreffen sollen, es bestehe aber keine Kommunikation mit der Besatzung, teilten die Behörden mit. Zur Staatsangehörigkeit der Menschen an Bord machte die Marine zunächst keine Angaben.

Die mexikanische Marine hat nach eigenen Angaben inzwischen Kontakt zu Seenotrettungszentren in Polen, Frankreich, Kuba und den USA sowie zu diplomatischen Vertretern der Herkunftsländer der Besatzungsmitglieder aufgenommen. Ein weiteres Boot des Konvois war bereits am Dienstag in Havanna eingetroffen. Die Katamarane mit neun Besatzungsmitgliedern unterschiedlicher Nationalitäten waren am Samstag von der mexikanischen Insel Isla Mujeres aus in See gestochen. Laut Medien wollten die Aktivisten schon einen Tag früher abreisen, doch aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Abfahrt verschoben.

Die Suchaktionen werden "unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Route, möglicher Kursänderungen sowie der in der Region vorherrschenden Wetterbedingungen und Meeresströmungen" durchgeführt, teilte die Marine mit. Die Besatzungen anderer Schiffe wurden gebeten, sofort zu informieren, sollten sie die Segelboote bemerken.

Die Kapitäne und Besatzungen seien erfahrene Seeleute und die Schiffe mit entsprechenden Sicherheitssystemen ausgestattet, teilten die Organisatoren des Hilfskonvois der Nachrichtenagentur Reuters mit. Man arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen und sei zuversichtlich, dass die Crews Havanna sicher erreichen würden. Freiwillige in Mexiko hatten die Schiffe in der vergangenen Woche im Rahmen des "Nuestra America Convoy" unter anderem mit Reis, Bohnen, Babynahrung und Medikamenten beladen.

Ein internationaler Zusammenschluss von Aktivisten hatte in den letzten Tagen auf dem Luft- und dem Seeweg Hilfsgüter nach Kuba gebracht. Die Insel steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die seit drei Monaten durch ein US-Ölembargo verschärft wird. Die US-Regierung unter Donald Trump übt erheblichen Druck auf Kuba aus, um die kommunistische Regierung zu wirtschaftlichen und politischen Reformen zu zwingen.

Zusammenfassung
  • Zwei Segelboote mit neun Aktivisten, die Hilfsgüter wie Reis, Bohnen, Babynahrung und Medikamente nach Kuba bringen wollten, werden seit ihrer Abfahrt am Samstag von der mexikanischen Insel Isla Mujeres vermisst.
  • Die Boote hätten am Dienstag oder Mittwoch auf Kuba ankommen sollen, doch bisher besteht keine Kommunikation mit der Besatzung, während ein weiteres Boot des Konvois bereits am Dienstag in Havanna eintraf.
  • Die mexikanische Marine koordiniert die internationale Suche unter Einbeziehung von Seenotrettungszentren in mehreren Ländern, während Kuba weiterhin unter einer schweren Wirtschaftskrise und einem seit drei Monaten bestehenden US-Ölembargo leidet.