APA - Austria Presse Agentur

Schulveranstaltungen ab Herbst wieder möglich

23. Juni 2020 · Lesedauer 3 min

Ab Herbst dürfen wieder Schulveranstaltungen wie Lehrausgänge, Skikurse, Sport- oder Projektwochen durchgeführt werden. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einem Erlass festgehalten. Allerdings wird den Schulen empfohlen, "aufgrund der aus heutiger Sicht coronabedingten unsicheren Entscheidungslage" mit beteiligten Unternehmen günstige Stornomöglichkeiten bzw. Umbuchungen auszumachen.

Ab Herbst dürfen wieder Schulveranstaltungen wie Lehrausgänge, Skikurse, Sport- oder Projektwochen durchgeführt werden. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einem Erlass festgehalten. Allerdings wird den Schulen empfohlen, "aufgrund der aus heutiger Sicht coronabedingten unsicheren Entscheidungslage" mit beteiligten Unternehmen günstige Stornomöglichkeiten bzw. Umbuchungen auszumachen.

Seit März war es den Schulen untersagt, Schulveranstaltungen oder schulbezogene Veranstaltungen durchzuführen. Zahlreiche Sport- oder Projektwochen wurden deshalb abgesagt, zur Abdeckung der Stornokosten wurde ein eigener Härtefonds eingerichtet.

Der kommende Schulstart im Herbst werde "noch immer von COVID-19 überschattet werden", hält der Erlass fest. Vor diesem Hintergrund sei daher bei der Durchführung von Schulveranstaltungen bzw. schulbezogenen Veranstaltungen "Vorsicht angebracht". Allerdings seien diese "aus heutiger Sicht unter Einhaltung der jeweils geltenden Hygienestandards jedenfalls möglich". Das gilt auch für Schulveranstaltungen im Ausland, wobei allerdings die Reisewarnungen des Außenministeriums zu berücksichtigen seien.

Die NEOS verlangten von Faßmann indes eine Perspektive für Schüler, Eltern und Lehrer, wie der Unterricht im Herbst an den Schulen gestaltet sein wird. "Bleibt es bei der Zweiteilung, oder gibt es wieder Regelunterricht", fragt NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Es brauche "Klarheit und Planbarkeit". Auch müsse die Digitalisierung schneller vonstattengehen.

Es sei ja schön, dass die Versäumnisse erkannt wurden, so Meinl-Reisinger: "Aber es muss viel schneller gehen." Denn die schrittweise Ausstattung mit Laptops bzw. Tablets ab 2021/22 und eine flächendeckende Breitband- und W-Lan-Versorgung bis 2023 sei "einfach nur lächerlich". "Ich erwarte mir, dass man hier die Ärmel hochkrempelt", meinte Meinl-Reisinger. Denn schließlich könnte es bereits im Herbst wegen der Corona-Entwicklung wieder notwendig sein, teils auf digitalen Unterricht umzustellen. Jedenfalls gebe es viel zu tun an Vorbereitung für den Herbst.

Beim "Distance Learning" sei Österreich im europaweiten Vergleich "sehr gut unterwegs", betonte Faßmann. Mit dem kürzlich präsentierten "8 Punkte Plan für den digitalen Unterricht" gehöre Österreich zu jenen EU-Ländern, welche die Anstrengungen in diesem Bereich "massiv verstärken".

Der vergangene Woche vorgestellte Plan beinhaltet unter anderem die Ausstattung der Schüler der fünften Schulstufe mit Tablets oder Laptops sowie die Programmierung des Portals "Digitale Schule", in das die unterschiedlichen Anwendungen für digitale Klassenbücher, Notenverwaltungen und Mitteilungshefte integriert werden sollen. Die Bildungsminister der 27 EU-Mitgliedern befassen sich am Dienstagnachmittag mit den Lehren, die aus der Umsetzung des digitalen Lernens und Lehrens während der Coronakrise gezogen werden können.

Faßmann ist der Austausch mit den anderen EU-Ländern wichtig. "So sehen wir, ob die europaweite Infektionslage in den Schulen wieder zunimmt und wie sich die anderen Länder auf einen Regelbetrieb im Herbst bzw. eine potenzielle zweite Welle vorbereiten", erklärte er. Für Österreich geht der Bildungsminister weiter davon aus, dass die Infektionslage im September es erlauben werde, das neue Schuljahr wieder im Normalbetrieb aufzunehmen.

Quelle: Agenturen