Schmidt: Inseraten-Affäre schadet dem Demokratiebewusstsein

14. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die Inseraten-Affäre habe dem Demokratiebewusstsein geschadet, sagt die Ex-Politikerin Heide Schmidt. Im Newsroom LIVE fordert sie Maßnahmen, die die Inseratenvergabe transparenter machen soll.

Das Ausmaß der Inseraten-Affäre sei "erschreckend", sagt Heide Schmidt im Newsroom LIVE. Schon zu ihrer Zeit als Dritte Präsidentin des Nationalrates haben die "Regierungen sich gerne vor dem Parlament gedrückt und ihre Geschäfte auf ihre Weise erledigt. Das hat mir nie wirklich gefallen. Das Ausmaß, das wir jetzt aber erleben ist ein derartiger Quantensprung, dass ich es ehrlich gesagt kaum fassen kann", sagt sie im Interview.

Schmidt zur Inseraten-Affäre: "Skrupellosigkeit ist am Höhepunkt"

Heide Schmidt hat bereits in einem anderen PULS 24-Interview die Inseraten-Affäre kommentiert.

Die Ereignisse der Causa Prima würden Schaden am Demokratiebewusstsein nehmen, denn "es sind eben nicht alle gleich." "Es hat sich schleichend etwas entwickelt", meint Schmidt im Newsroom LIVE. Schon während ihrer politischen Karriere habe es die Forderung gegeben: "Wenn ihr hier nicht inseriert, dann kommt ihr halt nicht vor. Das ist nicht neu", schildert die Ex-Politikerin. Es stelle sich aber hier laut ihr die Frage, ob diese Forderung "zum System wird" oder zurückgedrängt wird.

Schmidt fordert daher eine rechtliche Grundlage für die Inseratenschaltung der Ministerien. Es brauche "ganz dringend Maßnahmen, die Sanktionen vorsehen". Sie schlägt hier einerseits eine Medienförderung vor, die sich auf bestimmte Qualitätsmaßstäbe stützen soll. Anderseits setzt sie sich ein für "mehr Transparenz bei den Inseraten".

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea