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Russland will keine Proteste gegen den Krieg: Oppositionelle festgenommen

24. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Die russische Oppositionelle Marina Litwinowitsch wurde nach einem Protestaufruf festgenommen. Kreml-Kritiker Alexej Nawalny kritisiert den Krieg vom Gefängnis aus.

Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat den russischen Einmarsch in die Ukraine scharf kritisiert. "Ich bin gegen diesen Krieg", sagte Nawalny laut dem unabhängigen russischen Nachrichtenmedium Doschd am Donnerstag. Bei dem "Krieg zwischen Russland und der Ukraine" handle es sich um ein Manöver des Kreml, um von den innenpolitischen Problemen in Russland abzulenken. Die russische Oppositionelle Marina Litwinowitsch wurde nach einem Protestaufruf festgenommen.

Festnahme nach Protestaufruf

Litwinowitsch erklärte am Donnerstag auf Telegram: "Ich bin auf dem Weg nach Hause festgenommen worden.". Die in Moskau lebende Litwinowitsch hatte zuvor ihre Landsleute zu Protesten gegen den Angriff aufgerufen. "Heute um 19 Uhr in die Zentren unserer Städte. Russen sind gegen Krieg!", schrieb sie am Donnerstag in einem Facebook-Eintrag. "Wir werden dieses Chaos in den kommenden Jahren beseitigen. Nicht nur wir. Sondern auch unsere Kinder und Enkelkinder."

Nawalny äußerte sich während eines Strafverfahrens, das in dem östlich von Moskau gelegenen Straflager gegen ihn geführt wird, in dem er seit über einem Jahr inhaftiert ist. Der bekannteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin warnte vor den verheerenden Auswirkungen des russischen Einmarsches in der Ukraine. Der Konflikt werde zu einer "großen Zahl an Opfern und zerstörten Zukunftsplänen führen" und die "Verarmung der Bürger Russlands" weiter verschärfen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa