Lugner bei Akademikerball: "Warum ned - nur weil die Russen blöd sein?"

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Richard "Mörtel" Lugner tanzt offenbar auf vielen Bällen. Nach dem Opernball besuchte er am Freitag auch den umstrittenen Akademikerball. Er war Gast von Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer.

Einen ebenso prominenten wie überraschenden Gast brachte der Dritte Nationalratspräsident und ehemalige FPÖ-Chef Norbert Hofer am Freitag mit zum Akademikerball der deutschnationalen Burschenschaften. Er erschien vor der Hofburg in Begleitung von Baumeister Richard Lugner, den man ansonsten eher mit dem Opernball in Verbindung bringt.

"Ich kann bestätigen, dass der Herr Lugner für mich ein sehr sehr wichtiger Gast ist und vor allem ein guter Freund geworden ist seit dem vorletzten Präsidentschaftswahlkampf", sagte Hofer auf PULS 24 Nachfrage. "Wir werden schauen, ob wir vielleicht einmal zu zweit antreten", meinte Hofer scherzhaft, Lugner wehrte aber ab: "Nein nein, ich nimmer. Aber Sie gewinnen vielleicht das nächste Mal", sagte er in Richtung Hofer.

"Nur weil die Russen blöd sein?"

Angesprochen auf das Zusammenfallen des Balls mit dem Jahrestag des Ukraine-Kriegs erklärte Hofer, dass der Termin nicht bewusst so gelegt worden sei. Er sei wie die FPÖ klar gegen den Angriffskrieg und für die Menschen in Not, "wie jeder vernünftig denkende Mensch", so Hofer.

Lugner ergänzte zum Balltermin, dass immer irgendwo auf der Welt etwas Schlimmes passiere. "Warum sollen wir, nur weil die Russen blöd sein, ned auf'n Ball geh'n", so der Baumeister auf gut Wienerisch.

"Einigermaßen skurril"

"Standard-Journalistin Colette Schmidt meinte im Gespräch mit PULS 24, Lugners Auftritt beim Akademikerball in Begleitung von Norbert Hofer sei zwar "einigermaßen skurril", allerdings nicht wirklich verwunderlich. Sie ortet beim Baumeister eine gewisse Sympathie bzw. politische Nähe gegenüber der FPÖ.

Colette Schmidt, Journalistin beim "Standard", spricht mit PULS 24 Anchor Wolfgang Schiefer unter anderem über Richard Lugners Akademikerball-Besuch und den Ball selbst.

ribbon Zusammenfassung
  • Einen ebenso prominenten wie überraschenden Gast brachte der Dritte Nationalratspräsident und ehemalige FPÖ-Chef Norbert Hofer am Freitag mit zum Akademikerball.
  • Er erschien vor der Hofburg in Begleitung von Baumeister Richard Lugner.
  • "Warum sollen wir, weil die Russen blöd sein, ned auf'n Ball geh'n", so der Baumeister auf gut Wienerisch.