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Republikaner DeSantis gewinnt Gouverneurswahl in Florida

09. Nov. 2022 · Lesedauer 4 min

Der Republikaner Ron DeSantis gewinnt die Gouverneurswahl in Florida.

Der Republikaner Ron DeSantis hat die Gouverneurswahl im US-Staat Florida Prognosen zufolge wie erwartet gewonnen. Der 44-jährige Amtsinhaber setzte sich in dem bevölkerungsreichen Bundesstaat nach Vorhersagen der TV-Sender CNN, Fox News und NBC am Dienstag gegen seinen demokratischen Kontrahenten Charlie Crist durch. In Texas gewann der Republikaner Greg Abbott die Gouverneurswahl. Beide gelten als möglicher Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur für 2024.

DeSantis als Konkurrent Trumps

Als größter republikanischer Konkurrent von Ex-Präsident Donald Trump gilt Ron DeSantis. Der in Florida beliebte Amtsinhaber - der 2018 mit knappem Vorsprung zum Gouverneur gewählt worden war - lag in Umfragen stets deutlich vor Crist. Florida gilt als ein sogenannter "Swing State", in dem die Wähler mal die Republikaner und mal die Demokraten bevorzugen.

In Texas gewann wie erwartet der von Trump unterstützte Republikaner Abbott die Gouverneurswahl. Der 64-Jährige Amtsinhaber setzte sich bei der Abstimmung nach Vorhersagen der TV-Sender Fox News und NBC vom Dienstagabend (Ortszeit) gegen seinen demokratischen Kontrahenten Beto O'Rourke (50) durch. Der Amtsinhaber regiert den Staat seit 2015 und hatte zuletzt immer wieder Politik am rechten Rand betrieben.

Trump will Niederlagen nicht anerkennen

Im wichtigen US-Bundesstaates Georgia verteidigte der Republikaner Brian Kemp sein Amt als Gouverneur- Der 59-Jährige gewann nach Vorhersagen der TV-Sender NBC und CNN vom Dienstag gegen seine demokratische Konkurrentin Stacey Abrams (48). Georgia war bei der Präsidentschaftswahl 2020 mit einer hauchdünnen Mehrheit an den späteren Präsidenten Joe Biden gegangen. Kemp und seine Regierung hielten dem anschließenden Druck des damaligen Präsidenten Trump stand, der sich mit seiner Niederlage nicht abfinden wollte und Unterstützung für seine Unwahrheiten über Wahlbetrug forderte.

In zwei Bundesstaaten an der Ostküste gelang es den Demokraten die Gouverneursämter von den Republikanern zurückzuerobern. In Massachusetts setzte sich die Generalstaatsanwältin Maura Healey durch, in Maryland der Autor Wes Moore, wie die US-Nachrichtenagentur AP auf Basis von Stimmauszählungen und Befragungen von Wählerinnen und Wählern berichtete. Healey ist die erste offen homosexuelle gewählte Kandidatin in Massachusetts, Moore wird der erste schwarze Gouverneur in Maryland.

Der Demokrat Josh Shapiro wird Prognosen zufolge neuer Gouverneur des Schlüsselstaat Pennsylvania. Der bisherige Generalstaatsanwalt gewann Vorhersagen der TV-Sender NBC und Fox News zufolge gegen den Republikaner und glühenden Trump-Anhänger Doug Mastriano (58). Shapiro konzentrierte sich in seiner Kampagne unter anderem auf den Schutz der Demokratie. Der staatliche Senator Mastriano verbreitete unterdessen Trumps Unwahrheiten von der gestohlenen Wahl 2020. Pennsylvania gilt als ein sogenannter "Swing State", in dem die Wähler mal die Republikaner und mal die Demokraten bevorzugen. Bei der Präsidentenwahl 2020 war der Staat einer der Umkämpftesten.

Gavin Newsom verteidigte Amt 

Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, verteidigte Prognosen zufolge sein Amt souverän. Der 55-Jährige besiegte den Republikaner Brian Dahle Vorhersagen der TV-Sender CNN und Fox News zufolge. Newsom gilt als einer der demokratischen Hoffnungsträger und möglicher Präsidentschaftskandidat.

Im Staat New York gewann die Demokratin Kathy Hochul laut Prognosen die Gouverneurswahl. Die 64-jährige Hochul war in dem Staat mit knapp 20 Millionen Menschen nach Vorhersagen der TV-Sender NBC und ABC siegreich gegen den Republikaner Lee Zeldin. Hochul war im vergangenen Jahr nach dem Rücktritt des von Skandalen geplagten Andrew Cuomo ins Amt gekommen. Zuvor war sie dessen Vize-Gouverneurin.

Eine frühere Sprecherin des Weißen Hauses unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump, Sarah Huckabee Sanders, wird die neue Gouverneurin des südlichen US-Bundesstaates Arkansas, wie AP auf Basis von Stimmauszählungen und Befragungen von Wählerinnen und Wählern meldete. Die 40-Jährige Republikanerin schlug demnach ihren demokratischen Kontrahenten Chris Jones. Im konservativen Arkansas galt der Sieg der von Trump unterstützten Huckabee Sanders als sicher. Sie war von 2017 bis 2019 Sprecherin im Weißen Haus. Während dieser Zeit war ihr immer wieder vorgeworfen worden, unwahre oder irreführende Stellungnahmen zu verbreiten.

In 36 Staaten werden bei den US-Zwischenwahlen am Dienstag neue Gouverneurinnen und Gouverneure bestimmt - das mächtigste Amt in einem Bundesstaat.

Quelle: Agenturen / frn