APA - Austria Presse Agentur

Regierung verschärft die Corona-Maßnahmen

17. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Bei Indoor-Veranstaltungen gilt eine Beschränkung von max. 10 Personen und die Maskenpflicht wird ausgeweitet. Bundeskanzler Kurz hat außerdem die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung angekündigt.

PULS 24 Anchros Werner Sejka analysiert im Gespräch mit seiner PULS 24 Kollegin Sabine Loho die erneut verschärften Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, die ab Montag in Kraft treten.

"Wir müssen jetzt reagieren", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Die Regierung hat aufgrund der steigenden Corona-Zahlen eine Verschärfung der Maßnahmen angekündigt.

Ab Montag Mitternacht werden folgende Maßnahmen in Kraft treten:

  • Bei Indoor-Veranstaltungen gilt eine Beschränkung von maximal 10 Personen. Davon ausgenommen sind Begräbnisse. Auch im Bildungsbereich gilt die Regelung nicht.
  • In der Gastronomie darf nur im Sitzen konsumiert werden. Auch hier gilt eine Personenbeschränkung von maximal 10 Personen pro Tisch. Die Sperrstunde um 01:00 Uhr gilt auch private Feiern und geschlossene Gesellschaften.
  • Die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht wird ausgeweitet. Zukünftig müssen in der Gastronomie auch Gäste Masken tragen, wenn sie nicht sitzen.  Auch auf Märkten und Messen kommt eine allgemeine Tragepflicht von Mund-Nasen-Schutz, auch outdoor.

Die Infektionen seien in den vergangenen Tagen vor allem indoor und bei privaten Kontakten erfolgt, sagte Kurz. Dabei habe es mehr als eine Verdoppelung der Neuinfizierten gegeben.

Auch bei den Hospitalisierungen habe es laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) deutliche Zuwächse gegeben. "Das erfüllt mich mit Sorge", sagte er. 

 

Darum verschärft die Regierung die Maßnahmen

PULS 24 Reporter Christoph Isaac Krammer fasst zusammen, wieso sich die Bundesregierung für eine Verschärfung der Corona-Bestimmungen entschlossen hat.

Nehammer: Polizei wird Kontrollen "intensivieren"

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat angekündigt, die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen, etwa der Sperrstunde, zu intensivieren. 

Er müsse nun wieder den "Mahner" spielen. Bei Nichteinhaltung könnten Strafen bis zu 1.450 Euro verhängt werden.

Bundeskanzler Kurz hat außerdem angekündigt, dass die Mehrwertsteuersenkung um ein Jahr bis 2021 verlängert. Dadurch solle der wirtschaftliche Schaden für die Gastronomie abgemildert werden. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe