APA - Austria Presse Agentur

Regierung plant heute im Sommerministerrat Fahrplan für den Herbst

27. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Die türkis-grüne Regierung trifft sich am Mittwoch zum Sommerministerrat. Bei der Sitzung will die Koalition die Schwerpunkte für die Herbstarbeit festlegen - von Corona bis zur ökosozialen Steuerreform.

Stellten ÖVP und Grüne zuletzt öffentlich ein Hickhack über Verkehrs- und Klimapolitik zur Schau, soll das niederösterreichische Schloss Reichenau an der Rax nun eine ansehnliche Kulisse für ein harmonisches Bild liefern. 

Detaillierte Beschlüsse werden nicht erwartet, vielmehr will Türkis-Grün in einer Punktation festhalten, um welche Themen man sich im Herbst verstärkt kümmern will.

Pandemie und ökosoziale Steuerreform

Dass die Pandemie weiterhin eine Rolle spielen wird, liegt auf der Hand. Auch um die ökosoziale Steuerreform feilschen ÖVP und Grüne schon länger. Weitere Schwerpunkte dürften u.a. Bildung, Digitalisierung und Pflege sein. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der am Dienstag noch immer krank war, will bis zum Sommerministerrat auch wieder fit sein.

13 Millionen für psychische Probleme bei Kindern

Ein Fixpunkt, zu dem sich Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) schon vorher äußerten, ist eine Aufstockung der Mittel zur Bewältigung v0n psychischen Problemen bei Kindern.  Bis Ende 2022 soll es in diesem Bereich zusätzlich 13 Mio. Euro geben. 

Studien würden zeigen, dass Kinder und Jugendliche psychisch besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden. Fast jedes dritte Kind zeige psychische Auffälligkeiten. Insbesondere Ängste und Sorgen, depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden haben demnach zugenommen.

"Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Verschlimmerungen und möglichen chronischen Folgen vorzubeugen", so der Gesundheitsminister.

Mückstein rechnet damit, dass die psychischen Krisenfolgen noch länger andauern werden. "Um sie abzufedern, ist es wichtig, rasch zu handeln. Wir werden daher zeitnah niederschwellige Unterstützungs-und Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Problemen ermöglichen." 

Quelle: Agenturen