Regierung empfiehlt maximal 25 Personen bei privaten Feiern

02. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Die Regierung spricht für den "Corona-Herbst" drei allgemeine Empfehlungen aus. Verpflichtende Maßnahmen gibt es vorerst nicht.

"Es ist notwendig, dass wir uns alle gemeinsam anstrengen, damit wir möglichst gut durch den Herbst kommen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat am Mittwoch. Die Regierung spricht drei allgemeine Empfehlungen für die kommenden Monate aus. Weitere verpflichtende Maßnahmen gibt es vorerst nicht. 

Mit der steigenden Zahl an infizierten Reiserückkehrern in den vergangenen Wochen sei zu rechnen gewesen, sagte Kurz. Der Kanzler glaubt, dass die Infektionszahlen im Herbst weiter steigen werden, weil sich wieder mehr Menschen in Innenräumen aufhalten und die Schulen wieder starten.

Die Regierung hat daher drei allgemeine Empfehlungen für den Winter und Herbst ausgegeben:

  1. Baby-Elefant: Das Einhalten des Mindestabstandes und das Befolgen von Hygienemaßnahmen sind laut Kurz weiterhin entscheidend.
  2. Die Maske: Dort wo der Abstand nicht eingehalten werden könne, soll vermehrt Maske getragen werden.
  3. Maximal 25 Personen bei privaten Feiern: Viele Ansteckungen würden im privaten Bereich passieren. Daher sei es wichtig auch dort Abstand zu halten und die Anzahl der Personen zu reduzieren. "Je geringer die Personenzahl, desto geringer die Ansteckungszahl", sagt Kurz. Die Regierung empfiehlt daher maximal 25 Personen bei privaten Feierlichkeiten.

"Eigenverantwortung und Hausverstand werden umso wichtiger werden", sagt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Er zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass Österreich weiterhin gut durch die Krise kommen wird. 

Strengere Strafen für Quarantäne-Brecher

Die Polizei kontrolliere die Maßnahmen der Gesundheitsbehörden "intensiv", sagte Innenminister Karl Nehammer. Die Quarantäne sei eine wichtige Maßnahme, die einer starken Kontrolle bedürfe.

Negativ-getestete Personen in Quarantäne müssten deshalb mit einer Geldstrafe von bis zu 1.450 Euro rechnen, wenn sie die Quarantäne verletzen würden. Positiv getestete Personen müssten zusätzlich mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

Laut Nehammer haben bisher 343 Personen in Österreich die Quarantänemaßnahmen gebrochen.

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Der Artikel wurde um 13:03 Uhr um das Statement von Innenminister Nehammer ergänzt und um 15:30 Uhr um die Video-Zusammenfassung des Ministerrates.

Quelle: Redaktion / spe