Rebellengruppe M23 im Ostkongo zu Rückzug bereit

06. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Rebellen der M23-Bewegung im Ostkongo haben ihre Bereitschaft zum Rückzug aus eroberten Gebieten erklärt. Die Gruppe bezog sich dabei am Dienstag auf eine Übereinkunft der Demokratischen Republik Kongo, Ruandas und Burundis, die sich vergangenen Monat auf einen Plan für ein Ende der Gewalt in dem Konflikt zwischen M23 und kongolesischen Regierungstruppen verständigt hatten.

Sie sei bereit, den Abzug zu beginnen, obwohl sie bei dem Gipfel nicht beteiligt war, teilte die Rebellenbewegung mit. Sie forderte ein Treffen, um die Modalitäten zu besprechen. Die Rebellen hatten die Ergebnisse des Treffens in der angolanischen Hauptstadt Luanda zunächst nicht anerkannt. In dem dort unterzeichneten Kommuniqué wurde der M23-Bewegung mit einer Offensive gedroht, falls sich die Rebellen nicht aus den Stellungen zurückziehen, die sie seit März erobert haben.

Die M23-Bewegung besteht aus ehemaligen Soldaten der kongolesischen Armee, die 2012 eine Rebellengruppe gebildet hatten. Die Armee konnte die Rebellen 2013 zwar besiegen. Seit Ende März dieses Jahres kam es im Osten des Kongo aber wieder zu Angriffen der Rebellenbewegung auf Zivilisten und militärische Einrichtungen sowie zu Gefechten mit der kongolesischen Armee. Seit Ende Oktober eskalierte die Gewalt zwischen der Armee und der Rebellengruppe M23 im Ost-Kongo erneut.

Zuletzt machte das Militär M23 für die Tötung von Zivilisten in der Provinz Nord-Kivu verantwortlich, die Regierung sprach von mehr als 270 Toten bei den schweren Kämpfen in der vergangenen Woche. Am Sonntag forderte US-Außenminister Antony Blinken Ruandas Präsidenten Paul Kagame in einem Telefonat auf, die Unterstützung seines Landes für M23 einzustellen. Ruanda bestreitet eine Beteiligung.

Im Osten der DR Kongo sollen nach Angaben der USA etwa 130 unterschiedliche bewaffnete Gruppen aktiv sein; vielen von ihnen geht es um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze.

Quelle: Agenturen