Janik: Verkürzt, zu glauben, die Welt wäre ohne Sanktionen wunderbar

20. Sept. 2022 · Lesedauer 1 min

Laut dem Völkerrechtsexperten Ralph Janik dürfe man nicht glauben, dass mit den Sanktionen gegen Russland auch die Probleme der Bevölkerung verschwinden würden. Er fordert im Newsroom LIVE eine ehrliche Kommunikation der Politik.

"Es ist einfach verkürzt zu glauben, wenn es keine Sanktionen gäbe, wäre die Welt wunderbar", meint Völkerrechtsexperte Ralph Janik im Newsroom LIVE. Das sei laut ihm auch ein Teil der politischen Verantwortung und müsse von Regierungschefs auch kommuniziert werden. Trotzdem müsse man eine ehrliche Diskussion darüber führen können, ergänzt er im Interview.

Auch die von Russland geforderten Referenden in der Ukraine seien laut Janik "eine Show auf weltpolitischer Bühne". Man wolle damit vermutlich eine "Scheinlegalität" vermittelt. Dazu würde man "fragwürdige" Personen als Wahlbeobachter einsetzten und Bilder erzeugen, die prorussische Wähler zeigen. "Russland baut darauf Dinge so lange zu wiederholen, bis man sie glaubt oder sie einen zumindest nicht mehr aufregen", so der Völkerrechtsexperte. Ein ähnliches Prinzip habe man bereits bei der Annexion der Krim gesehen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea