PULS 24

21:30 Uhr: "Pro und Contra" mit Glawischnig, Mitterlehner, Strolz und Rosam

14. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Rudolf Anschober gibt auf. Die von ihm genannten Rücktrittsgründe belegen wieder einmal die Härten des Politgeschäfts. Doch ist das Amt tatsächlich so fordernd oder brauchen Politiker bloß eine dicke Haut?

Das politische Parkett ist glatt und hat schon viele engagierte Volksvertreter zu Fall gebracht. Denn nicht erst seit Ausbruch der Pandemie arbeitet die Regierungsspitze rund um die Uhr, zum Teil ohne Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. Doch statt Applaus gibt es Hass und Häme, Fallstricke und Missgunst von Wählern, Parteifreunden und Konkurrenz. Der Rücktritt bleibt - wie auch bei Gesundheitsminister Rudolf Anschober - oftmals der einzige Ausweg, wenn gar nichts mehr geht.

Auf diese Weise haben schon viele Persönlichkeiten der Politik den Rücken gekehrt. So hat parteiinternes Hick-Hack ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner 2017 zum Rückzug bewogen, kurz darauf legte Grünen-Chefin Eva Glawischnig mit Verweis auf gesundheitliche Warnsignale ihre Ämter zurück: "Der allergische Schock vor wenigen Wochen war ein Warnsignal für mich."

Doch wo genau liegt die Grenze des Erträglichen? Welches Persönlichkeitsprofil verlangt ein öffentliches Spitzenamt? Bleiben Wertschätzung und Respekt in der Politik auf der Strecke? Und wer will unter diesen Umständen überhaupt noch in die Politik gehen?    

Gäste:     

Eva Glawischnig, ehemalige Bundessprecherin, Dritte Nationalratspräsidentin und Klubobfrau, Die Grünen  
Reinhold Mitterlehner, früherer Bundesparteiobmann, Vizekanzler und Wirtschaftsminister, ÖVP
Matthias Strolz, Gründer und ehemaliger Klubobmann, NEOS 
Wolfgang Rosam, PR-Berater

Moderation:

Corinna Milborn

Pro und Contra, Mittwoch, um 21:30 auf PULS 24 und um 22:50 auf PULS 4 

Quelle: Redaktion / hos