Stainer-Hämmerle: Mückstein "ist nie wirklich angekommen in der Politik"

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Im PULS 24 Newsroom LIVE spricht die Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle über den Rücktritt von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Ex-Familienministerin Sophie Karmasin.

"Wolfgang Mückstein ist nie wirklich angekommen in der Politik", kommentiert Kathrin Stainer-Hämmerle bei PULS 24 Anchorwoman Sabine Loho den Rücktritt des Gesundheitsministers. "Er wurde auch immer mehr kritisiert, seine öffentlichen Auftritte. Aber er musste auch viel zu oft zurückrudern, konnte nicht entscheiden, musste Entscheidungen mittragen, die er wahrscheinlich selber als Arzt so nicht getroffen hätte, vor allem vor diesem Freedom Day." All das habe mitgespielt, dass er am Donnerstag das Handtuch warf. Er hätte mit zu vielen Einflüsterern und Blockierern zu tun gehabt. 

Man dürfe Mückstein aber nicht aus der Verantwortung lassen. Beim Posten des Ministers gehe es "um Verhandlungsgeschick, um politisches Handwerk und nicht zuletzt um öffentliche Kommunikation". Es habe immer geheißen, das würde er noch lernen, aber "es hat sich dann einfach zu wenig bewegt, auch auf seiner persönlichen Ebene mit seinen persönlichen Kompetenzen als Politiker", kritisiert die Politikwissenschaftlerin.

 

Am Donnerstag wurde auch die ehemalige Familienministerin Sophie Karmasin festgenommen. Sie sei von Sabine Beinschab schwer belastet worden. Es geht um Untreue, um Scheinrechnungen, um Absprachen bei Vergabeverfahren, wo sie Scheinangebote bestellt haben soll. Es wird ihr auch vorgeworfen, Beitragstäterin zur Bestechung und Bestechlichkeit zu sein. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Karmasin: "Verdachtslage scheint sehr gravierend zu sein"

Die Staatsanwaltschaft werfe ihr vor, so Stainer-Hämmerle, dass sie zu wenig kooperiert. Aber was sich von den Vorwürfen erhärten wird, werde sich erst zeigen. Auch der Akt sei offiziell noch unter Verschluss. Dass über Karmasin die U-Haft verhängt wird, schließt die Politikwissenschaftlerin aus. Sabine Beinschab wurde ebenfalls in der Vergangenheit verhaftet und habe sogar versucht, Chats von ihrem Handy zu löschen. Im Fall von Karmasin rechnet Stainer-Hämmele nicht damit, dass sie länger als 48 Stunden in Haft bleiben wird. "Aber man muss auch sehen, die Verdachtslage, die scheint doch sehr gravierend zu sein". Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass die Delikte, die ihr vorgeworfen werden mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. 

ribbon Zusammenfassung
  • Im PULS 24 Newsroom LIVE spricht die Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle über den Rücktritt von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Ex-Familienministerin Sophie Karmasin.
  • "Wolfgang Mückstein ist nie wirklich angekommen in der Politik", kommentiert Kathrin Stainer-Hämmerle bei PULS 24 Anchorwoman Sabine Loho den Rücktritt des Gesundheitsministers.
  • "Er wurde auch immer mehr kritisiert, seine öffentlichen Auftritte.

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