Strache für Impfpflicht, vier NEOS- und ein SPÖ-Mandatar dagegen

20. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

137 Mandatare stimmten im Nationalrat für die Corona-Impfpflicht. Auch die freie Abgeordnete Pia Philippa Strache, die Ehefrau von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, stimmte für das Gesetz ab.

Die Impfpflicht ist so gut wie fix. Der Nationalrat hat diese umstrittene Maßnahme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit großer Mehrheit abgesegnet. Bei der Abstimmung Donnerstagabend votierten 137 Mandatare für die Covid-Impfpflicht. Darunter auch die freie Abgeordnete Pia Philippa Strache. Die Ehefrau von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache warb in ihrer Rede für die Corona-Impfung.

Nein-Stimmen bei SPÖ und NEOS

Die Koalition stimmte ebenfalls geschlossen dem Gesetz zu. Bei SPÖ und NEOS gab es hingegen vereinzelte Nein-Stimmen. Bei der SPÖ votierte nur Sozialsprecher Josef Muchitsch dagegen. 

NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker spricht mit PULS 24 über seine Kritik an der Impfpflicht.

Etwas breiter aufgestellt war der Widerstand bei den NEOS und das von durchaus brisanter Seite. Neben Stephanie Krisper stimmten just jene Bereichssprecher dagegen, die am meisten mit Corona befasst sind, nämlich Pandemiesprecher Gerald Loacker und Gesundheitssprecherin Fiona Fiedler, dazu noch Justizsprecher Johannes Margreiter. Loacker begründete sein Nein am Rednerpuls damit, dass die Pflicht für Omikron zu spät komme und Experten davon ausgingen, dass Corona nachher mit der Grippe vergleichbar sein werde. Auch werde Vertrauen in die Politik verspielt, da diese noch vor kurzem die Verpflichtung ausgeschlossen hatte, und die Gesellschaft gespalten.

Die FPÖ blieb bei ihrer einhelligen Ablehnung. Insgesamt stimmten 33 Abgeordnete gegen die Impfpflicht.

Quelle: Agenturen / pea