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"Partygate"-Affäre: Scotland Yard beendet Ermittlungen

19. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Die Londoner Polizei hat die Ermittlungen zu illegalen Lockdown-Partys im Regierungssitz Downing Street und weiteren Regierungsgebäuden abgeschlossen. Insgesamt seien dabei wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln 126 Strafbefehle verhängt worden, teilte die Metropolitan Police am Donnerstag mit.

Premierminister Boris Johnson habe keine weiteren Strafbefehle erhalten, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Johnson und auch Finanzminister Rishi Sunak waren zuvor für die Teilnahme an einer Geburtstagsfeier für Johnson mit einer Geldstrafe belegt worden.

Scotland Yard zufolge wurden bei acht Zusammenkünften in den Jahren 2020 und 2021 Verstöße festgestellt. Insgesamt erhielten 73 Frauen und 53 Männer dafür Strafbefehle. Darunter auch einige mehrfach.

Mutmaßliche Lügen

Für Johnson ist die Affäre damit aber noch nicht ausgestanden. Der Premier muss sich derzeit wegen mutmaßlicher Lügen im Parlament im Zusammenhang mit der Affäre um illegale Lockdown-Partys auch einer Untersuchung durch einen Parlamentsausschuss stellen.

"Schweres Fehlverhalten"

Mit Spannung wird nun auch erwartet, wann der interne Untersuchungsbericht der Spitzenbeamtin Sue Gray zu den Vorfällen in voller Länge veröffentlicht wird. Gray hatte nach Beginn des polizeilichen Verfahrens zunächst nur eine stark gekürzte Version öffentlich gemacht.

Schon darin war bereits von schwerem Fehlverhalten und Führungsversagen die Rede. Die "Partygate"-Affäre hatte Premier Johnson schwer unter Druck gesetzt, auch aus seiner Konservativen Partei wurden Rücktrittsforderungen laut.

Ermittlungen gegen Starmer

Auch gegen Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei wird derzeit polizeilich wegen eines möglichen Lockdown-Verstoßes ermittelt. Er kündigte bereits an, sein Amt niederzulegen, sollte er einen Strafbefehl erhalten.

Quelle: Agenturen