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Papst kreiert 21 neue Kardinäle

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Vor zahlreichen kirchlichen Würdenträgern und Gläubigen hat am Samstag in Rom eine feierliche Messe zur Kreierung von 21 neuen Kardinälen stattgefunden. 18 von ihnen dürften an einer Papstwahl teilnehmen, weil sie das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Papst überreichte den neuen Kardinälen während der Feier ihr Ernennungsdekret und das rote Birett als Kopfbedeckung.

Nach dieser Runde werden mehr als zwei Drittel der Kardinäle, die an einem Konklave teilnehmen dürfen, von Papst Franziskus ernannt sein. Zu den neuen Kardinälen zählt der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa. Auch der neue Präfekt des Glaubensdikasteriums, der Argentinier Víctor Manuel Fernández, wurde von seinem Landsmann Franziskus in das Kardinalskollegium aufgenommen. Unter den neuen Kardinälen ist zudem der Schweizer Emil Paul Tscherrig.

Der Papst verwies in seiner Predigt auf das Bild eines Orchesters. "Das Kardinalskollegium ist dazu berufen, einem Symphonieorchester zu gleichen, das die Harmonie der Kirche repräsentiert", sagte Franziskus.

Das Konsistorium fand unmittelbar vor der Vollversammlung der Bischofssynode über Synodalität statt, die am Mittwoch im Vatikan beginnt. An diesem Tag kommen die alten und neuen Kardinäle mit dem Papst und allen anderen Mitgliedern der startenden, knapp einmonatigen Synodenversammlung zu einer feierlichen Heiligen Messe auf dem Petersplatz zusammen.

Das größte Konsistorium der Kirchengeschichte hatte 2001 Johannes Paul II. veranstaltet, als er gleichzeitig mehr als 40 neue Kardinäle ernannte. Dabei überschritt er die von Paul VI. im Jahr 1968 erlassene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten - zeitweise gab es unter Johannes Paul 135 Purpurträger unter 80 Jahren. Das Kirchenrecht sieht die Versammlung der Kardinäle auf zwei Weisen vor: Als ordentliches Konsistorium, an dem nur die in Rom lebenden Kardinäle teilnehmen, und als außerordentliches Konsistorium unter Beteiligung aller Kardinäle der Kirche.

Bei der vierwöchigen Synodenversammlung geht es um die Suche nach neuen Beratungs- und Entscheidungswegen in der gesamten katholischen Kirche. Geplant sind Sitzungen, Reden und Gebete.

ribbon Zusammenfassung
  • Vor zahlreichen kirchlichen Würdenträgern und Gläubigen hat am Samstag in Rom eine feierliche Messe zur Kreierung von 21 neuen Kardinälen stattgefunden.
  • 18 von ihnen dürften an einer Papstwahl teilnehmen, weil sie das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Der Papst überreichte den neuen Kardinälen während der Feier ihr Ernennungsdekret und das rote Birett als Kopfbedeckung.
  • Unter den neuen Kardinälen ist zudem der Schweizer Emil Paul Tscherrig.

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