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Papst: "Das Leben ist ein Recht, nicht der Tod"

09. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Papst hat sich bei der Generalaudienz am Mittwoch erneut gegen die Sterbehilfe ausgesprochen. Dabei sprach er sich für eine bessere Nutzung der Palliativmedizin aus. "Wir können den Tod nicht vermeiden, und gerade deshalb erscheint es unmoralisch, auf nutzlosen Therapien zu beharren, wenn man bereits alles Menschenmögliche versucht hat, um einen Kranken zu heilen", so der Papst.

"Wir müssen dankbar sein für die Hilfe, die die Medizin zu leisten versucht, damit jeder Mensch, der sich auf den letzten Abschnitt seines Lebens vorbereitet, dies durch die so genannte Palliativmedizin auf möglichst menschliche Weise tun kann. Wir dürfen diese Hilfe aber nicht mit einem inakzeptablen Abgleiten ins Töten verwechseln. Wir müssen Menschen in den Tod begleiten, aber nicht den Tod herbeiführen oder Beihilfe zum Selbstmord leisten", erklärte er.

"Ich möchte darauf hinweisen, dass das Recht auf Pflege und Behandlung für alle immer Vorrang haben muss, damit die Schwächsten, insbesondere ältere und kranke Menschen, nicht ausgegrenzt werden. Das Leben ist ein Recht, nicht der Tod, der angenommen werden muss und nicht 'verabreicht' werden darf. Und dieser ethische Grundsatz betrifft alle Menschen, nicht nur die Christen und die Glaubenden", so Franziskus.

Der Papst meinte, man müsse sich um ältere und gebrechliche Menschen kümmern. "Man muss die alten Menschen als einen Schatz des Menschlichen pflegen. Sie sind unsere Weisheit. Auch wenn sie nicht mehr sprechen können oder durcheinander sind, bleiben sie doch das Symbol der menschlichen Weisheit. Sie haben vor uns den Weg zurückgelegt und uns so viel Schönes hinterlassen - so viele Erinnerungen, so viel Weisheit. Bitte isoliert die alten Menschen nicht, bitte beschleunigt nicht den Tod der alten Menschen", so Franziskus.

Quelle: Agenturen