APA - Austria Presse Agentur

Rendi-Wagner fordert Lockdown, wenn sich Situation in 48 Stunden nicht entschärft

18. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner fordert einen bundesweiten Lockdown, wenn "sich die österreichweite Entwicklung in den nächsten 48 Stunden nicht entschärft".

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag fordert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner einen sofortigen Lockdown für Oberösterreich und Salzburg. Salzburgs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) hatte diesen kurz davor bereits angekündigt. "Die Bundesregierung muss sofort die Notbremse ziehen, nicht erst ab nächster Woche, sondern sofort", appellierte die Oppositionschefin.

Stark steigende Zahlen gebe es aber nicht nur dort, sondern auch in weiteren Bundesländern. "Sollte sich die österreichweite Entwicklung in den nächsten 48 Stunden nicht entschärfen", fordert sie einen bundesweiten Lockdown für 14 Tage. Die SPÖ-Chefin nimmt dabei die Bundesregierung in die Pflicht, die jetzt zwei Möglichkeiten habe:

  1. Die Bundesregierung schaut zu und wartet ab. Lässt dem Virus freien Lauf und hofft, dass sich die Kurve abflacht. Das bedeutet unermessliches Leid, sehr viele Schwerkranke, sehr viele Tote.
  2. Die Regierung handelt. "Spät aber doch. Um Menschenleben zu retten und sterben zu verhindern", sagt die Sozialdemokratin.

"Sterben muss verhindert werden" 

Ein Lockdown sei keine populäre Maßnahme, das sei ihr klar, aber "dieses Sterben muss verhindert werden", so Rendi-Wagner. Die bisher "gesetzten Maßnahmen" haben "nicht den gewünschten Rückgang gebracht". Sie haben nicht dafür gesorgt, "dass die Inzidenzen sinken". Das zeigen auch die gemeldeten Neuinfektionen am Donnerstag - mit 15.145 Neuinfektionen war es wieder ein Rekordwert.

Gleichzeitig müsse man mehr Menschen zur Impfung bringen, man brauche fünf Mal mehr Erststiche als derzeit. Angesprochen auf eine Impfpflicht antwortet Rendi-Wagner, dass diese "uns nicht hilft, die vierte Welle zu brechen". Es handle sich dabei um ein "ganz heikles, schwieriges Thema". Angesichts der dramatischen Entwicklungen werde man aber auch darüber diskutieren müssen. Dennoch gelte es erst einmal, vorher alle Mittel auszuschöpfen.

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Quelle: Agenturen / Redaktion / moe