APA - Austria Presse Agentur

Palästinenser bei Zusammenstößen im Westjordanland getötet

03. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Im von Israel besetzten Westjordanland ist am Samstag ein Palästinenser erschossen worden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums starb der etwa 20 Jahre alte Palästinenser durch Schüsse von israelischer Seite. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Vorfall in dem Dorf Kusra nahe Nablus verletzt.

Die israelische Armee schritt nach eigenen Angaben wegen einer "gewaltsamen Konfrontation zwischen Dutzenden Palästinensern und jüdischen Siedlern" ein, während der beide Seiten Steine geworfen hätten. Angaben zu dem Toten und den Verletzten machte die Armee nicht.

Israel griff Ziele im Gazastreifen an

Israel griff am Samstag zudem Ziele im Gazastreifen an, nachdem in den vergangenen Tagen mehrfach Angriffe mit Brandballons verübt worden waren, die in Israel mehrere Feuer auslösten. Israelische Kampfflugzeuge hätten eine Waffenfabrik und einen Raketenwerfer der radikalislamischen Hamas angegriffen, erklärte die Armee. Die Ziele befanden sich westlich der Stadt Gaza und im Norden des Gazastreifens. Informationen über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Israels Streitkräfte hatten sich im Mai einen elftägigen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, in Gaza starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat.

Die islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Ein Großteil der zwei Millionen Menschen in dem Küstengebiet lebt nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

Quelle: Agenturen