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OÖ: SPÖ-Klubobmann Lindner übernimmt Parteispitze

02. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Der oberösterreichische SPÖ-Klubobmann Michael Lindner übernimmt ab Montag geschäftsführend die Parteispitze. Das verkündet er gemeinsam mit noch Landesparteichefin Birgit Gerstorfer am Mittwoch.

Der bisherige Klubobmann Michael Lindner wird geschäftsführend ab Montag die Führung der SPÖ Oberösterreich von Birgit Gerstorfer übernehmen. Das wurde Dienstagabend einstimmig im Präsidium beschlossen. Gerstorfer bleibt noch bis zum Parteitag im September Landesrätin. Es wird auch einen Wechsel in der Landesgeschäftsführung geben. Bis zum 28. Februar will Linder einen Nachfolger für Georg Brockmeyer präsentieren, sagte er in der Pressekonferenz am Mittwoch.

Über den Vorschlag des Präsidiums, Lindner zum neuen Landesparteichef zu machen, wird kommenden Montag im Vorstand abgestimmt. Auf einem Parteitag im September soll er gewählt werden. Bis dann soll auch entschieden werden, wer Gerstorfers Posten in der Landesregierung übernimmt.

Daniel Gmainer fasst für PULS 24 die Umstände in der oberösterreichischen SPÖ zusammen.

"Signal zum Wechsel"

In der gut zweieinhalbstündigen Sitzung hätten die Präsidiumsmitglieder zuerst die Zeit nach der Landtagswahl am 26. September 2021 bis zum 1. Februar analysiert, so Binder zur APA. Das Verfehlen des Wahlziels von 20 Prozent plus - geworden sind es 18,6 Prozent -, die anschließend in Auftrag gegebene Wahlanalyse, die den Einfluss der Gewerkschaften innerhalb der Partei zu überdenken empfahl, sowie die am Montag dieser Woche präsentierte Impfkampagne mit einem weinenden Kind hätten nur einen Schluss zugelassen: Es brauche besagtes "Signal zum Wechsel". Vor allem die beiden von den Funktionären scharf kritisierten Aktionen seien Alleingänge des Führungsduos gewesen und hätten nicht den "Usancen der Partei" entsprochen, gab der Dritte Landtagspräsident die Meinung innerhalb der Partei wieder. Lindner kündigte bereits an, dass die Kampagne gestoppt werde und bereits affichierte Plakate abgehängt werden.

Quelle: Agenturen / pea