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Wissenschaftsskepsis: Polaschek sieht akuten Handlungsbedarf

03. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

In Österreich lasse sich ein Zusammenhang zwischen Wissenschafts- und Demokratieskepsis und dem Konsum bestimmter Medien feststellen, das zeigen die Zwischenergebnisse einer Studie im Auftrag des Wissenschaftsministeriums.

Wissenschaftsminister Martin Polaschek (ÖVP) und Johannes Starkbaum vom Institut für Höhere Studien (IHS) präsentierten am Dienstag Zwischenergebnisse einer Studie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis in Österreich. Groß sei hierzulande vor allem die Skepsis bei den Themen Klimawandel, Virologie und Krebsforschung.

Personen, die in diesen Bereichen skeptisch sind, würden auch dazu neigen, die Demokratie allgemein abzulehnen, so Polaschek bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Studienleiter Starkbaum. "Oft sind das Menschen, die mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind", so Polaschek. Wichtig sei die Zusammenarbeit mit von Medien und Wissenschaft, da sich ein Zusammenhang zwischen Skepsis und Konsum bestimmter "populistischer" Medien feststellen lasse.

Batruel: "Wissenschaftsskepsis gab es in Österreich immer schon"

PULS 24 Reporter Paul Batruel berichtet über die Zwischenergebnisse einer Studie zur Wissenschaftsskepsis in Österreich. 

Desinteresse überwiegt

Die Wissenschaftsskepsis ist in Österreich weniger stark ausgeprägt als das Desinteresse an Wissenschaft im Allgemeinen, zeigt die Studie. So würden Personen, die kein Interesse an Wissenschaft haben, ihr eigentlich vertrauen, aber sich nicht damit beschäftigen. Das trifft im Rahmen der Studie auf 21 Prozent der Österreicher:innen zu. 

Faktoren für Skepsis

Die Zwischenergebnisse würden auch einen Zusammenhang zwischen geringer Bildung und Unzufriedenheit mit der eigenen wirtschaftlichen Lage mit Demokratieskepsis zeigen. 

Polaschek: "Keine Ablehnung, sondern Wissenschaftsdesinteresse"

Bildungsminister Martin Polaschek spricht mit PULS 24 Reporter Paul Batruel über die Zwischenergebnisse des Studie zur Wissenschaftsskepsis und dem Desinteresse an Forschung in Österreich.

Präsentation 2023

Die Studie soll bis Sommer 2023 fertiggestellt und beim Europäischen Forum Alpbach in Tirol präsentiert werden. In Auftrag gegeben wurde sie vom Wissenschaftsministerium beim IHS, durchgeführt wird sie in Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus in Dänemark. Wissenschaftsminister Polaschek sieht auf Basis der Studienergebnisse "akuten Handlungsbedarf". 

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Quelle: Agenturen / Redaktion / frn