APA - Austria Presse Agentur

Österreich spendet eine Million Impfdosen an Westbalkan

18. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag im Rahmen der Westbalkan-Konferenz in Wien an.

Österreich wird ab August eine Million Corona-Impfdosen an die Westbalkan-Staaten liefern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte am Freitag den "bilateralen Beitrag" beim Westbalkan-Gipfel in Wien an. Die Impfstoff-Spende sei mit dem Gesundheitsministerium akkordiert, hieß es ergänzend aus dem Bundeskanzleramt. Am Anfang soll es sich vor allem um Dosen des Impfstoffherstellers AstraZeneca handeln. 

Zusätzlich koordiniert Österreichs Außenministerium die Verteilung von 651.000 Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs, welche die EU für die Westbalkan-Staaten bestellt hat.

Schon im Vorfeld des Gipfels versicherte Kurz den Staaten des Westbalkans "volle Unterstützung" Österreichs bei ihrem Weg in die EU sowie beim Kampf gegen die Pandemie. 

Bei der Pressekonferenz Freitagmittag sagte Kurz: "Wir haben die Pandemie erst besiegt, wenn alle Staaten in Europa und darüber hinaus diese Pandemie besiegt haben". Österreich sei erst sicher, wenn auch die Nachbarländer sicher sind. "Alleine kann man diese Pandemie nicht besiegen", so Kurz.

"Im letzten Jahr hat sich die EU bedauerlicherweise zu wenig mit der EU-Annäherung dieser so wichtigen Nachbarregion beschäftigt", bedauerte Kurz. "Die EU wird erst vollständig sein, wenn alle Staaten des Westbalkans beigetreten sind", sagte Kurz vor der Konferenz. Kurz sprach von Fortschritten zwischen Serbien und dem Kosovo und wirtschaftlichen Entwicklungen in Albanien.

Insbesondere die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien ist weiterhin blockiert. Bulgarien hat wegen sprachlich-kultureller Anliegen ein Veto gegen den Start der Gespräche mit Nordmazedonien eingelegt.

Ein weiteres Thema des 13. Gipfels  ist der gemeinsame Kampf gegen die illegale Migration auf der Westbalkanroute. Hier wolle man die Zusammenarbeit weiter ausbauen.

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Konstantin AuerQuelle: Redaktion / koa