Österreich bekommt 6 Millionen Dosen zusätzlicher Impfstoffe

10. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Wie Gesundheitsminister Anschober nach dem Ministerrat verkündete, bekommt Österreich im 2. Quartal sechs Millionen Dosen Impfstoffe.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) stellte sich nach dem Ministerrat am Mittwoch der Presse. Österreich wird sechs Millionen Impfdosen vom EU-Kontingent bekommen. Österreich würde das ihm zugrechnete Kontingent in Anspruch nehmen. 

4,7 Millionen Dosen des Kontingents stammen von Moderna und 1,2 Millionen von Valneva. Der Impfstoff von Valneva ist noch nicht zugelassen und wird voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres lieferbar sein. Die Impfstoffe sollen Ende des 2. Quartals nach Österreich kommen.

Impfstoff-Kauf verlagert sich auf Biontech und Moderna

Die Kritik, dass sich Österreich zu sehr vom AstraZeneca-Impfstoff abhängig mache, wies Anschober zurück. Die meisten Dosen habe man mittlerweile von Biontech-Pfizer mit 11,1 Millionen bestellt, dazu kämen noch gesamt fünf Millionen vom zweiten RNA-Impfstoff von Moderna. Zu viel werde man jedenfalls nicht haben. Der Impfstoff könne auch leicht weiter verkauft werden.

AstraZeneca wegen Wirksamkeit und Alterszulassung in der Kritik

Der AstraZeneca-Wirkstoff geriet in Kritik, weil er weder an über 65-Jährige verimpft wird, noch bei der Südafrika-Mutation so wirksam ist wie Konkurrenzprodukte. Österreich setzte anfangs bei seiner Impfstrategie größtenteils auf den AstraZeneca-Impfstoff. Südafrika hat geplante Impfungen mit diesem Vakzin vorübergehend gestoppt, weil eine Studie auf eine begrenzte Wirkung des Vakzins gegen die in dem Land aufgetauchte Corona-Variante hindeutet. AstraZeneca will seinen Impfstoff anpassen, das wird jedoch frühestens im Herbst passieren. In Spanien soll der Impfstoff vorerst nur Volljährigen im Alter unter 55 Jahren verabreicht werden, die nicht zu einer Risikogruppe gehören. 

Quelle: Redaktion / lam