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ÖGB und AK wollen Ausweitung der Sonderbetreuungszeit

31. März 2020 · Lesedauer 2 min

Die derzeitige Regelung der Sonderbetreuungszeit für betreuungspflichtige Kinder ist laut Gewerkschaft und Arbeiterkammer unzureichend. Es brauche "dringend" eine Verlängerung bis zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten, einen Rechtsanspruch für Arbeitnehmer und eine Kostenübernahme durch den Bund, verlangten ÖGB und AK in einer Aussendung am Dienstag.

Die derzeitige Regelung der Sonderbetreuungszeit für betreuungspflichtige Kinder ist laut Gewerkschaft und Arbeiterkammer unzureichend. Es brauche "dringend" eine Verlängerung bis zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten, einen Rechtsanspruch für Arbeitnehmer und eine Kostenübernahme durch den Bund, verlangten ÖGB und AK in einer Aussendung am Dienstag.

Laut derzeitiger Regelung haben zwar Arbeitgeber Anspruch auf Vergütung eines Drittels des in der Sonderbetreuungszeit an die Arbeitnehmer gezahlten Entgelts durch den Bund. Einen Rechtsanspruch des Arbeitnehmers, die Sonderbetreuungszeit in Anspruch zu nehmen, gibt es bis dato aber nicht.

"Der Großteil der Eltern, in erster Linie Frauen, müssen aktuell einerseits weiter ihrer Arbeit nachgehen und gleichzeitig zuhause Kinder betreuen und Bildungsarbeit leisten", argumentierte ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann. Die Mehrfachbelastung von Haushalt, Kinderbetreuung und Arbeit auf oft engstem Raum unter einen Hut zu bekommen, führe zu Überforderung, Stress und schwierigen Belastungssituationen. Die Krise dürfe nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden.

Laut AK-Präsidentin Renate Anderl fragen sich viele Eltern, was sie nach den drei Wochen nach Ablauf der Sonderbetreuungszeit machen sollen. Die Bundesregierung müsse den Menschen jetzt Sicherheit geben und die Sonderbetreuungszeit ausweiten, mit einem Rechtsanspruch versehen und die Kosten übernehmen, so Anderl.

Quelle: Agenturen