ÖGB-Präsident Katzian fordert mind. 25 prozentige Beteiligung an Lufthansa

01. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Deutschland und Österreich müssten sich zumindest mit einer Beteiligung über der Sperrminorität an der deutschen Lufthansa beteiligen.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian fordert im Interview mit PULS 24 Infochefin Corinna Milborn eine österreichische Beteiligung am deutschen Lufthansa-Konzern. „Wir alle wollen, dass die AUA fliegt“, sagt er. 

Eine Garantie, dass die Austrian Airlines (AUA) fliegen, gebe es nur, wenn der Staat die Airline unterstütze. Dabei müsse man berücksichtigen, dass diese ein Teil der deutschen Lufthansa ist. „Niemand weiß heute, wie es mit der Lufthansa mittelfristig weitergeht“, sagt der Gewerkschafter.

Deshalb ist Katzian dagegen, für „wage Zusagen“ Millionenbeträge in die AUA zu investieren. Wenn man sich beteilige, müsse man sich nicht nur an den Austrian Airlines, sondern an der Lufthansa beteiligen, sonst würde man riskieren, dass der Mutterkonzern die AUA in einigen Monaten in Insolvenz schicke. „Ich bin sehr dafür, dass die österreichische Regierung gemeinsam mit der deutschen so einen Schritt vorbereitet“, sagt Katzian. Das müsse insgesamt eine Beteiligung über der Sperrminorität sein. Dann erst könne man entsprechende Bedingungen, wie den österreichischen Standort und die Mitarbeiter, verhandeln.

Das bedeutet, die österreichische und die deutsche Regierung müssten zumindest eine Beteiligung von über 25 Prozent an der Lufthansa halten. Wolfgang Katzian sagt, es brauche außerdem Sitze im Aufsichtsrat, um mitbestimmen zu können. „Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht eine Airline“, sagt Katzian.

 

Quelle: Redaktion / spe