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NÖ-Wahl: FPÖ will nicht mit Mikl-Leitner zusammenarbeiten

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Die FPÖ ist nach der geschlagenen Landtagswahl in Niederösterreich Sieger des Abends. Mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wolle man aber nicht zusammenarbeiten.

Höchst zufrieden haben sich FPÖ-Obmann Herbert Kickl und FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz am Sonntag über das Abschneiden ihrer Partei bei der niederösterreichischen Landtagswahl gezeigt. Eine Zusammenarbeit mit ÖVP-Landeschefin Johanna Mikl-Leitner schloss Schnedlitz gegenüber dem ORF aus, auch zur Landeshauptfrau werde man sie nicht wählen, kündigte er an. ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker machte die Krisenstimmung für das Ergebnis seiner Partei verantwortlich.

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"Befreiungsschlag"

Für Kickl war der Sonntag ein "Tag der Freiheit für die Niederösterreicher". Man habe das historisch beste Ergebnis von 16 Prozent für die FPÖ aus dem Jahr 1998 bei weitem übertroffen, meinte er in einer Aussendung. "Die Freude am heutigen Tag ist riesengroß und sie wird in eine mindestens genauso große Motivation für die Arbeit im Dienste der Bevölkerung umgewandelt werden." Das Resultat sah er auch als "Turbo" für die anstehenden Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg.

Auswirkungen sah Kickl für die Bundespolitik: "ÖVP und SPÖ - die beiden großen Verlierer von heute - stehen genauso wie die Grünen für eine Politik, bei der alles andere an erster Stelle steht, nur nicht die eigene Bevölkerung. Diese werde auch österreichweit "eher früher denn später" abgewählt werden.

Stocker meinte, dass es Regierende angesichts der multiplen Krisen derzeit in ganz Europa besonders schwer hätten. "Die Krisenstimmung und die damit einhergehende Unzufriedenheit der Menschen hat sich im heutigen Wahlergebnis niedergeschlagen", so Stocker in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Trotz guter politischer Arbeit und eines engagierten Wahlkampfes habe man einen Verlust nicht verhindern können. "Nun geht es darum, Vertrauen zurückzugewinnen."

NEOS zufrieden

Zufrieden war man dagegen bei den NEOS. Generalsekretär Douglas Hoyos sah ein "sehr solides Ergebnis" eingefahren. Er freute sich gegenüber der APA, dass die NEOS gegenüber der letzten Wahl um 20 bis 30 Prozent mehr Wählerstimmen bekommen haben. Die Hochrechnungen sehen die NEOS derzeit bei rund sechs bis sieben Prozent (2018: 5,15 Prozent).

Der Kampf gegen die Korruption bzw. gegen Steuerverschwendung habe sich bezahlt gemacht, meinte Hoyos. "Wir sind nach zehn Jahren angekommen." Neben der FPÖ sei man vermutlich die einzige Partei, die zulegen könne, wenn auch in einer anderen Dimension. Für den Lauf des Abends, wenn die städtischen Gemeinden ausgezählt werden, sei er positiv gestimmt - der eine oder andere Prozentpunkt könne noch dazukommen.

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