NEOS verlangen mit Impfpflicht Ende von Einschränkungen

24. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die NEOS verlangen mit der Einführung der Impfpflicht, der sie im Parlament zugestimmt haben, ein Ende von 2G und des Lockdowns für Ungeimpfte. Die Liberalen lehnen zudem die von der Regierung angekündigte Impflotterie, bei der eine ganze Milliarde Euro ausgeschüttet wird, ab. "Eine Milliarde Euro ist sehr, sehr viel Geld, mit dem man weit aus gescheitere Dinge machen könnte", sagt NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger bei einer Pressekonferenz am Montag.

Der Lockdown für Ungeimpfte sei "unverhältnismäßig und verfassungswidrig" und in Kombination mit 2G "eine reine Schikane". Man könne Ungeimpfte nicht weiter zuhause einsperren. Auch die Sperrstunde mit 22 Uhr sei abzuschaffen, forderte Meinl-Reisinger. Das koste viel Geld und bringe die Betriebe weiter unter Druck. Meinl-Reisinger schlug einen Stufenplan vor, mit dem bis April alle Maßnahmen abgeschafft werden, wobei 2G in Handel und der Lockdown für Ungeimpfte sofort beendet werden solle. Mit der Einführung der Impfpflicht sei das alles nicht mehr gerechtfertigt und nicht in Balance.

Die Impfpflicht sei mit großer Mehrheit beschlossen worden und als Vorsorge für den Herbst richtig, aber es müsse auch eine Strategie dahinter geben. Es brauche einen Stufenplan zur Abschaffung von 2G. Im Handel müsse diese Einschränkung sofort fallen. Es sei nicht der Job von Handelsangestellten, Impfpässe zu kontrollieren, schloss sich Meinl-Reisinger der Forderung des Handels an.

Mehr als verärgert zeigte sich die NEOS-Chefin von der geplanten Impflotterie. Impfanreize hätte man schon viel früher setzen müssen und nicht am gleichen Tag ankündigen, an dem die Impfpflicht beschlossen wurde. "Das kann ich nicht nachvollziehen." Diesen Punkt haben die NEOS im Parlament nicht mitgetragen. "Bei so einem Kuhhandel wären wir nicht dabei gewesen." Der Dümmste in unserer Republik sei der geimpfte Steuerzahler, ihm sei mit dieser Aktion "der Mittelfinger gezeigt" worden, zeigte sich Meinl-Reisinger sehr emotional und entschuldigte sich für die saloppe Formulierung.

Quelle: Agenturen