APA - Austria Presse Agentur

NEOS für Fusion von Haus der Geschichte und HGM

03. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Am Montag hat die Evaluierungskommission zum Heeresgeschichtlichen Museum ihren Bericht vorgelegt und dabei durchaus scharfe Kritik an der dem Verteidigungsministerium unterstellten Einrichtung geübt. Antisemitische oder rechtsextreme Inhalte fand man zwar nicht, stellte dem HGM aber dennoch kein gutes Zeugnis in moderner Museumsführung aus. Nachdem die SPÖ eine Eingliederung in die Bundesmuseen gefordert hatte, lassen nun die NEOS mit einer anderen Idee aufhorchen.

So schlägt NEOS-Kultursprecher Sepp Schellhorn gegenüber der APA eine Zusammenlegung des Heeresgeschichtlichen Museums mit dem Haus der Geschichte Österreich vor. Auf diese Weise lasse sich eine Neuausrichtung der musealen Herangehensweise der Republik an ihre Vergangenheit am besten bewerkstelligen, zeigt sich Schellhorn überzeugt: "Der Umgang mit der eigenen Geschichte ist der wichtige Spiegel einer Gesellschaft, und da ist Österreich leider absolut kein Vorbild. Ganz im Gegenteil."

Schließlich habe nicht zuletzt der aktuelle Kommissionsbericht zu den Dauerausstellungen des HGM gezeigt, dass Österreich ein Problem bei der Geschichtsaufarbeitung und deren kritischer Darstellung habe. "Selbiges zeigt sich jetzt schon seit Jahren beim stiefmütterlichen Umgang der Politik mit dem Haus der Geschichte, das bis heute keine Planungssicherheit hat, kein eigenständiges Bundesmuseum ist und viel zu wenig Ausstellungsfläche hat."

Wichtig sei deshalb, das Haus der Geschichte zu einem eigenständigen, unabhängigen Bundesmuseum aufzuwerten und das Heeresgeschichtliche Museum darin zu integrieren. Der neue Standort für dieses Haus der Geschichte Neu könnten dann die jetzigen HGM-Räumlichkeiten im Arsenal sein. "Auch wenn ich nicht so recht daran glaube, dass sich diese Regierung so einen wichtigen Schritt für die Museumslandschaft in Österreich traut, ist es doch wichtig, dass wir offen darüber diskutieren", forderte Schellhorn.

Quelle: Agenturen