Nehammer-Appell für Durchhaltevermögen und Zusammenhalt

29. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ÖVP Burgenland ist am Montag in die finale Phase des Wahlkampfes für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 2. Oktober gestartet. Unterstützung hat sie sich dafür aus dem Bund geholt: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) beschwor angesichts der Energiekrise Durchhaltevermögen und Zusammenhalt. Gerade die Gemeindeebene könne zur Bewältigung der Krise beitragen. "Wir haben jetzt die Verantwortung, den Menschen Sicherheit zu geben", betonte Nehammer.

Nehammer verwies auf das Pandemiemanagement der Bundesregierung - "Wir sind durch diese Krise gut durchgekommen und wir sind stärker herausgekommen als wir hineingegangen sind" - und zeigte sich überzeugt, dass man gemeinsam auch die Energiekrise bewältigen werde. Zweifel an den EU-Sanktionen gegen Russland seien nicht angebracht. "Warum das alles so teuer ist, ist eine Folge des Krieges und nicht der Sanktionen. Sanktionen gegen Krieg sind das friedlichste Mittel, bevor es einen großen Krieg gibt - und wir müssen alles tun, um einen solchen zu vermeiden", betonte er.

Die Volkspartei schickt bei den Kommunalwahlen rund 5.000 Kandidaten ins Rennen. Sie wird in fast allen der 171 burgenländischen Gemeinden antreten. Die Ausgangslage sei mit Pandemie, Ukraine-Krieg, Teuerung und der SPÖ-Alleinregierung im Burgenland schwierig, sagte Landesparteiobmann Christian Sagartz beim Wahlkampfauftakt in Rohrbach bei Mattersburg. "Es geht gerade ordentlich der Wind - der Gegenwind." Auch den könne man aber nutzen und Motivation daraus schöpfen, meinte Sagartz.

Mehr noch als um die "ganz großen Themen" werde es im Wahlkampf für die Gemeinderatswahlen aber um scheinbar kleine gehen, meinte Sagartz. Es gelte, den Bewohnern zu zeigen, dass man für ihre Anliegen da sei. Wichtig sei, was die Menschen in den Gemeinden bewege, nicht dass "einer in Eisenstadt entscheidet, was das Beste für alle ist", so der Landesparteiobmann mit einem Seitenhieb Richtung SPÖ. Auch er beschwor wie der burgenländische Gemeindebund-Präsident Leo Radakovits den Zusammenhalt, auf den die Wahlkampagne abzielt: die Botschaft, so Radakovits, soll lauten: "Ich bin für dich da."

Quelle: Agenturen