MarmeladengläserPixabay/silviarita

Nach Brexit: Marmelade darf wieder Marmelade heißen

Aus österreichischer Sicht war es eine absurde EU-Regelung: Marmelade musste Konfitüre heißen. Das soll sich wieder ändern.

Alles geht auf eine EU-Verordnung aus dem Jahr 1979 zurück. Damals, Österreich war noch lange nicht Teil der EU, boxten britische Marmelade-Lobbyisten eine besondere Regel durch: Marmelade war nur Marmelade, wenn mindestens 20 Prozent Zitrusfruchtanteil enthalten war. Damit mussten die meisten heimischen Marmeladen, die ohne Zitrusfrüchte gemacht werden, entweder Konfitüre oder Fruchtaufstrich genannt werden.

Am Freitag legte die EU-Kommission nun einen neuen Gesetzestext vor, der den Umgang mit den Begriffen Marmelade und Konfitüre neu regeln soll. Neben einem höheren Mindestfruchtanteil findet sich folgender Passus darin: "Der Ausdruck 'Marmelade', der bisher nur für Zitruskonfitüre erlaubt war, ist nun für alle Konfitüren erlaubt. Das erlaubt es den Herstellern, lokale Namensgebungen zu verwenden." Das ist in Österreich bekanntlich Marmelade.

ribbon Zusammenfassung
  • Alles geht auf eine EU-Verordnung aus dem Jahr 1979 zurück.
  • Damals, Österreich war noch lange nicht Teil der EU, boxten britische Marmelade-Lobbyisten eine besondere Regel durch: Marmelade war nur Marmelade, wenn mindestens 20 Prozent Zitrusfruchtanteil enthalten war.
  • Am Freitag legte die EU-Kommission nun einen neuen Gesetzestext vor, der den Umgang mit den Begriffen Marmelade und Konfitüre neu regeln soll.
  • Neben einem höheren Mindestfruchtanteil findet sich folgender Passus darin:
  • "Der Ausdruck 'Marmelade', der bisher nur für Zitruskonfitüre erlaubt war, ist nun für alle Konfitüren erlaubt. Das erlaubt es den Herstellern, lokale Namensgebungen zu verwenden."
  • Das ist in Österreich bekanntlich Marmelade.